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Hohnhorst Neuer Bürgerbus müsste her
Schaumburg Nenndorf Hohnhorst Neuer Bürgerbus müsste her
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00:17 10.11.2013
Ein zweiter Anrufbus würde zwischen 75 000 und 90 000 Euro kosten. Quelle: pr.
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Von Guido Scholl

Hohnhorst/Bad Nenndorf. Kruppa war jahrelang selbst Chauffeur des Bürgerbusses und ist seit noch längerer Zeit Kommunalpolitiker. Das Argument, Hohnhorst müsse zunächst ehrenamtliche Helfer aufbieten, ehe es in den Fahrplan aufgenommen werden kann, ist nach dessen Ansicht nicht ausschlaggebend. Die Zahl von 20 Busfahrern aus dieser Gemeinde hält er sogar für zu hoch gegriffen. Das Problem sei ein anderes: Es müsste ein neuer Bürgerbus angeschafft werden, um die Expansion zu bewerkstelligen.

Ein zweites Fahrzeug würde zwischen 75 000 und 90 000 Euro kosten. Erst in 2012 war ein neuer Bus gekauft worden. Wer das zweite Gefährt bezahlen soll, wäre nach Einschätzung Kruppas völlig offen. Der Verein habe die Investitionen bislang allesamt ohne Zuschuss der Stadt Bad Nenndorf und der Samtgemeinde Nenndorf geschultert, alles sei „aus eigener Tasche finanziert“ worden.
Der Anrufbus-Verein in Niedernwöhren hat gerade den vierten Bus angeschafft (wir berichteten). Dieser war mit Geld der Samtgemeinde Niedernwöhren, des Landkreises Schaumburg und des Landes Niedersachsen bezahlt worden. Kruppa schlägt vor, dass der Kauf eines zweiten Bad Nenndorfer Bürgerbusses ebenfalls mit öffentlichem Geld realisiert wird. Und bevor die neue Strecke genehmigt werden könne, seien ohnehin der Landkreis und die Schaumburger Verkehrsgesellschaft einzubeziehen.

Es sei außerdem zu klären, wie häufig der Bürgerbus den Bahnhof in Haste ansteuern soll. Denn die derzeit fehlende Verbindung zur Zugstation im Nachbarort ist der Hauptantrieb für Hohnhorster Politiker, eine Bürgerbuslinie dorthin anzustreben. Und auch die Uhrzeiten spielen eine Rolle.
Wer steuert den Bahnhof um 5.30 Uhr morgens an? Diese Frage möchte Kruppa vor einer Ausweitung des Streckennetzes, das sich derzeit auf Bad Nenndorf und seine drei Stadtteile Waltringhausen, Riepen und Horsten beschränkt, beantwortet haben. Er betont, dass die meisten Busfahrer bereits im Rentenalter sind und ihre Arbeit am Steuer unentgeltlich verrichten.
Kruppa warnt vor einem Szenario wie in Sachsenhagen, wo der dortige Vereinsvorsitzende den Bürgerbus zeitweise im Alleingang chauffieren musste. Möglich wäre auch, eine Kooperation mit dem neu gegründeten Bürgerbusverein von Lindhorst einzugehen. So oder so: „Es muss ein dickes Brett gebohrt werden“, so Kruppa.

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