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Ohndorf soll größer werden

Pläne für neue Bauplätze Ohndorf soll größer werden

Eigentlich geht es nur um wenige Bauplätze am Rande des beschaulichen Ortes Ohndorf. Doch in der Debatte dazu im Planungs- und Umweltausschuss der Samtgemeinde Nenndorf kamen gleich mehrere grundsätzliche Themen auf den Tisch.

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Am Rande Ohndorfs sollenzwölf Bauplätze entstehen –wertvolles Ackerland würdedafür verschwinden.gus

Ohndorf (gus). Nördlich von Ohndorf soll ein neues Wohngebiet entstehen. Dafür muss der Flächennutzungsplan der Samtgemeinde Nenndorf geändert werden, wozu der Planungs- und Umweltausschuss Nenndorf grünes Licht gegeben hat – doch der Beschluss geriet zur Nebensächlichkeit.

 Der Hohnhorster Gemeinderat möchte an der Stelle Raum für weitere Baugrundstücke schaffen. Anwohner des Ortes Ohndorf haben nach Angaben der Verwaltung Interesse an den Parzellen geäußert. Dies fand Ausschussvorsitzender Erwin Biener (WGN) bemerkenswert. Er erinnerte an Äußerungen der Gegner von Windkraftplänen nahe Ohndorf.

 Seinerzeit habe er den Eindruck gewonnen, Ohndorf werde komplett unattraktiv, sollten dort Windräder entstehen. Manche Aktivisten, so Biener, hätten sich geradezu aus ihrer Heimat vertrieben geführt. „Es freut mich, dass da offenbar ein Umdenken stattgefunden hat“, sagte der Ausschussvorsitzende mit einem Schmunzeln.

 Werner Bövers (CDU) betonte, dass die Gemeinde an der Stelle günstiges Bauland ausweisen kann. „Es macht schon einen Unterschied, ob ich 65 oder 130 Euro ausgebe für einen Quadratmeter“, so Bövers. Er wolle nicht, dass Ohndorf „vergreise“. Wolfgang Lehrke (SPD) wiederholte seine Kritik an dem Vorhaben, die er auch bereits als Bürgermeister im Hohnhorster Gemeinderat geäußert hatte. Etwa zwölf Bauplätze sollen bei Ohndorf zwischen den Kreisstraßen 47 und 48 entstehen.

 Die Entwürfe für die dann 22. Änderung des Flächennutzungsplans – für das Gewerbegebiet Gehrenbreite ist die 21. Änderung nötig – werden nun für die Öffentlichkeit ausgelegt. Bernd Zimmermann (WGN) erneuerte seine Forderung, den Nutzungsplan einmal rundzuerneuern. Dieser existiere seit dem Jahr 2000, und die durchschnittliche „Lebensdauer“ eines solchen Papiers beträgt Zimmermann zufolge 15 Jahre.

 Und noch eine weitere Grundsatzdebatte wurde zu diesem Tagesordnungspunkt vertieft: der Wegfall von Ackerland zugunsten zusätzlicher Wohnflächen. Dies störte mehrere Politiker, die wie schon in der Diskussion um das Gewerbegebiet Gehrenbreite vor irreversiblen Mechanismen warnten, die den ländlichen Charakter der Gemeinden beeinträchtigten.

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