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SPD zieht Antrag zurück Ohne Beispiel

Eine Diskussion um die Ansprechbarkeit der Gemeindeverwaltung ist im Hohnhorster Rat geführt worden. An deren Ende einigten sich die Parteien aber darauf, dass es zunächst bei der aktuellen Praxis bleiben kann.

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Quelle: PR.

HOHNHORST. Die SPD-Fraktion hatte einen Antrag gestellt, um wieder drei feste Sprechstundentermine einzuführen, wie es früher der Fall gewesen sei. Bürgermeister Cord Lattwesen (CDU) sprach sich gegen eine Änderung aus. Die Gemeinde habe die Sprechzeiten eigentlich nicht verkürzt sondern ausgebaut. Denn zusätzlich zu den zwei bestehenden festen Terminen sei er als Bürgermeister auf dem Handy bis spät abends erreichbar. Dem schloss sich Gemeindedirektor Mike Schmidt an. „Was der Bürgermeister hier macht, ist eigentlich ohne Beispiel“, sagte er. Die Handynummer sei per Postwurfsendung jedem Haushalt übermittelt worden. Auch er selbst habe in keiner seiner Funktionen feste Sprechzeiten, sondern setze auf Gespräche nach Bedarf.

Feste Sprechstunden selten gut besucht

Hinzu kommt Lattwesen zufolge, dass die festen Sprechstunden selten gut besucht sind. „Man wartet eigentlich nur, dass die Sprechstunde vorbei ist“, sagte der Bürgermeister. Auch darin bestätigte Schmidt ihn – es gebe im Gemeindebüro nahezu keinen Publikumsverkehr. Kontakt eher per Telefon oder per E-Mail. Die aktuellen Sprechzeiten sind dienstags und donnerstags von 9 bis 12 Uhr. Kritik, dass jemand am Gemeindebüro vor verschlossener Tür gestanden habe, gab es Schmidt zufolge bisher nicht. Ulrike Junk (SPD) hat von solchen Beschwerden indes schon gehört, erklärte sie.

Der Antrag der SPD war auch darauf zurückgegangen, dass in einer Mitteilung der Verwaltung der Eindruck erweckt worden war, es sei gar nicht mehr erwünscht, dass Bürger persönlich die Verwaltung zu besuchen. Dies ist Schmidt zufolge aber so nicht gemeint gewesen. Den Vorwurf, die Gemeinde habe die vollzogene Veränderung nur über die Zeitung mitgeteilt ließ Schmidt auch nicht gelten – er habe dazu bereits am 16. August eine E-Mail an alle Fraktionen verschickt.

Grages wünscht sich Nachmittagsangebot

Auf Anfrage bestätigte die frühere Hohnhorster Verwaltungskraft Friederike Wehrhahn, dass die nachmittäglichen Öffnungszeiten nicht benötigt werden. Dennis Grages (SPD) wünschte sich dennoch auch ein Nachmittagsangebot, weil er aus seiner Tätigkeit im SPD-Büro in Stadthagen die Erfahrung mitbringe, dass es Tage gibt, an denen massiver Publikumsverkehr herrscht, während zur selben Zeit an einem anderen Tag niemand auftaucht.

Schmidt berief sich auf Wehrhahns Worte: Heutzutage treten Bürger eher per E-Mail oder per Telefon mit der Gemeinde in Kontakt. Wobei auch für Telefonate feste Sprechzeiten hilfreich sind. So zog die SPD ihren Antrag zwar zurück. Allerdings sagte Lattwesen, dass die Gemeinde wieder eine Nachmittagssprechstunde einführen würde, sollte der Eindruck entstehen, es wachse ein gesteigerter Bedarf an einem solchen Termin. gus

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