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Park&Ride noch nicht vom Tisch

Änderung des Bebauungsplans im Scheller Park&Ride noch nicht vom Tisch

Die Gemeinde Hohnhorst muss den Bebauungsplan im Scheller für den Bereich zwischen Kirche und Bahnüberführung ändern. Die Kosten dafür liegen im fünfstelligen Bereich, was die Mitglieder des Bauausschusses bei deren letzter Sitzung mächtig wurmte.

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HOHNHORST. Möglicherweise gibt es aber in dem Zusammenhang doch noch eine Chance für eine Park&Ride-Anlage an der Stelle.

Drei Punkte sind zu beachten in diesem Änderungsverfahren. Erstens müssen die Lärmschutzvorgaben an die durch den Straßenbau veränderten Gegebenheiten angepasst werden. Zweitens muss der Bereich, der von der neuen Straße überbaut worden ist, aus dem Bebauungsplan herausgenommen werden. Drittens möchte die katholische Kirche zwei ihrer dortigen Grundstücke als Bauland verkaufen.

Karl-Walter Brüggenwirth (WGN) drückte sein Unverständnis über die Gesetzgebung aus. Die Bahn baue eine Straße an einem Baugebiet, und die Gemeinde müsse anschließend reagieren, indem sie den Bebauungsplan anpasst. Denn die Änderung kostet voraussichtlich 20000 Euro. Da reichte es Brüggenwirth auch nicht, dass Bürgermeister Wolfgang Lehrke daran erinnerte, dass die Kirchengemeinde einmal zugesagt hatte, etwa 5500 Euro zur Planänderung dazu zu bezahlen, weil ein solcher Schritt in ihrem Vermarktungsinteresse läge.

Hochstraßenbau hat Fläche entwertet

Brüggenwirth blieb dabei: Der Hochstraßenbau hat die Fläche entwertet, wofür die Gemeinde nun gerade stehen soll. Bauausschussvorsitzender Otto Tatge (CDU) schlug in dieselbe Kerbe. Aussagen des Landkreises zu dem Vorgang hätten durchaus unterschiedlich geklungen. Beide wollten wissen, ob die rechtliche Seite in dieser Angelegenheit von der Gemeinde ausreichend abgeklopft worden ist.

Lehrke sagte, aus seiner Sicht sei die Änderung unverzichtbar. Es gebe zwei miteinander kollidierende Rechtslagen. Juristisch geprüft worden sei dies aber nicht. Sven Hasenstab (SPD) gab zu bedenken, dass eine unabhängige rechtliche Aufarbeitung auch wieder zusätzliche Kosten mit sich bringen würde. Den Vorgang immer weiter zu vertagen, wäre auch nicht sinnvoll, so Hasenstab.

Park&Ride-Anlage möglich

CDU-Ratsherr Heinz-Konrad Rohrßen warf jedoch ein, dass dort auch statt Wohnen ein Gebiet für eine Park&Ride-Anlage entstehen könnte. Daher komme ein Beschluss womöglich zu früh. Lehrke hielt dagegen: Die Gemeinde Haste werde keinen Parkplatz auf Hohnhorster Gebiet bauen. Daraufhin gab Hasenstab zu bedenken, dass an der Stelle vor allem Hohnhorster Bürger parken und daher diese Gemeinde auch den Parkplatz bauen müsste. Ob das passiert, blieb offen.

Am Schluss stimmte der Ausschuss dafür, die Planänderung anzuschieben. Allerdings soll die Gemeinde sich vorher vertraglich zusichern lassen, dass die Kirche wirklich Baugrundstücke ausweisen will und sich auch an den Kosten des Verfahrens beteiligt. gus

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