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Riesenhecke oder „Öko-Punkte-Deal“

Bürger schwärzt Gemeinde an Riesenhecke oder „Öko-Punkte-Deal“

Der eine oder andere Anwohner des Baugebietes Hinter den Höfen mag sich vielleicht gewundert haben, warum die im Bauausschuss angeregte Umfrage zum Thema Spielplatzhecke nie bei ihnen angekommen ist.

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Mit dem Hecken-Kompromiss für den Spielplatz Hinter den Höfen ist es erst einmal Essig. 

Quelle: kle

Hohnhorst. Tatsache ist: Eine solche Umfrage wird es nicht mehr geben, wie Bürgermeister Wolfgang Lehrke auf Anfrage dieser Zeitung erklärte. Jemand hat die Gemeinde beim Landkreis für ihr Vorhaben, die geforderten Ausgleichsmaßnahmen zu umschiffen, angeschwärzt.

Fünf Meter dicke Hecke fehlt

Der Spielplatz war bereits in mehreren Ausschuss- und Ratssitzungen Inhalt der Diskussionen. Denn bei der Planung des Geländes hatte der Architekt die nötigen Ausgleichsmaßnahmen schlicht nicht beachtet. Eigentlich müsste auf dem Platz noch eine fünf Meter dicke Hecke stehen – womit allerdings ein gewisser Teil des jetzigen Spielplatzes belegt wäre.

Über eine Lösung wurde lange und viel diskutiert, bei der jüngsten Bauausschusssitzung kamen die Politiker zu einem einheitlichen Lösungsvorschlag. Denn die Anwohner müssen die genannten Ausgleichsmaßnahmen bei sich umsetzen und könnten sich dadurch benachteiligt fühlen, wenn die Gemeinde darauf verzichtet, so die Überlegung. Allerdings wären die Anwohner, insbesondere deren Kinder, auch die Einzigen, die von der Riesenhecke negativ betroffen wären. Die Befragung sollte daher klären, ob jeder einzelne Eigentümer damit einverstanden wäre, dass die Gemeinde den Ausgleich nicht in vollem Umfang umsetzt.

Bürger informiert den Landkreis

Wie das Ergebnis ausgesehen hätte, wird die Gemeinde wohl nie erfahren. Ein Bürger hat den Landkreis, der auf die Einhaltung von Ausgleichsmaßnahmen ein Auge haben muss, über das Vorhaben der Gemeinde informiert, berichtete Lehrke. Denn für Umweltschützer ist der vielfach sehr laxe Umgang mit Ausgleichspflanzungen und Co. ein echter Dorn im Auge. Schließlich tilgt der Bau von Häusern und Straßen zahlreiche Biotope, die durch den Ausgleich wenigstens in Teilen ersetzt werden sollen. Erst vor Kurzem waren in Hohnhorst ausstehende Maßnahmen aus dem Jahr 2002 zutage gekommen, die nun bald nachgeholt werden müssen (wir berichteten).

Zwar hat der Landkreis selbst sich bislang nicht bei Lehrke gemeldet. Trotzdem ist der Plan für die Gemeinde so weit passé. Eine Möglichkeit, den Spielplatz trotzdem nicht in Teilen in ein Biotop verwandeln zu müssen, gebe es allerdings noch, so Lehrke. Hohnhorst hat mit der Renaturierung an der Rodenberger Aue einige „Öko-Punkte“ gesammelt, die in ähnlichen Fällen zum Tragen kommen und beispielsweise zugunsten einer anstehenden Maßnahme abgezogen werden könnten. Ob für die Gemeinde ein solcher „Deal“ zugunsten einer kleineren Hecke infrage kommt, soll der Verwaltungsausschuss Anfang April klären. Die letzte Entscheidung trifft der Landkreis. kle

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