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Schützen müssen nachrüsten

Neue Richtlinien Schützen müssen nachrüsten

Der Schützenverein Hohnhorst rüstet auf – allerdings nicht in puncto Waffen, sondern bei der Sicherheit. Um die inzwischen deutlich strengeren Richtlinien des Landes einhalten zu können, stehen ein paar Investitionen an.

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Quelle: Symbolfoto

Hohnhorst. Die Gemeinde Hohnhorst will die Arbeiten sowie ein paar weitere Sanierungen nach Wunsch des Jugend-, Kultur- und Sportausschusses mit rund 8300 Euro unterstützen.

Die Summe entspricht exakt dem Antrag des Vereins. Damit waren die Schützen an diesem Abend die Einzigen, die ihre Wünsche in vollem Umfang erfüllt bekamen – unter anderem, da sie ansonsten gänzlich auf „eigenen Beinen“ stehen – sprich: im Gegensatz zu anderen Vereinen keine regelmäßige Förderung für Miete, Instandhaltung und Ähnliches von der Gemeinde bekommen.

Zugleich ist die Hilfestellung der Gemeinde für den Schützenverein im wahrsten Sinne überlebenswichtig. Denn nur aus Mitgliedsbeiträgen könnten die Aufgaben nicht gewuppt werden, wie der Vorsitzende, Werner Bövers, während der Ausschusssitzung erklärte. Andere Schützenvereine hätten mit dieser Problematik ebenfalls zu kämpfen, eine Gruppe aus Bad Nenndorf habe ihren Schießstand fürs Erste bereits schließen müssen.

Einige Arbeiten hatte der Verein bereits im Vorfeld der jüngsten sicherheitstechnischen Überprüfung veranlasst, wie die Ersetzung der beiden Fluchttüren für rund 2000 Euro. Auch die Heizung hatte, davon unabhängig, für 800 Euro erneuert werden müssen. Als Ergebnis der Sicherheitsüberprüfung stehen unter anderem noch der Einbau eines neuen Geschossfangs sowie elektro-akustische Melder für den Notausgang an. Weitere „kleinere“ Forderungen will der Verein in Eigenleistung erbringen.

Kostenvoranschläge für die großen Posten lagen noch nicht vor, weil alles recht kurzfristig geschehen müsse, so Bövers. Denn, und das wurmt den Vorsitzenden besonders: Die Mängelliste wurde den Schützen am 21. Januar vorgelegt – mit der Auflage, dass alle Probleme bis 18. März beseitigt sein müssen.

„So etwas ist doch kaum zu schaffen“, beklagte Bövers im Anschluss an die Sitzung. Man brauche immerhin nicht nur das Geld, sondern auch jemanden, der das Ganze umsetze. Mehr Initiative hätte er sich in dieser Hinsicht vom Landkreis gewünscht, der rechtzeitig und von sich aus die Vereine mit den neuen Richtlinien hätte vertraut machen sollen.

Die strengeren Vorgaben gelten übrigens nur für Schützenvereine, die mindestens mit Kleinkaliber-Waffen schießen. Bei den Hohnhorster Schützen kommen sogar Großkaliber-Waffen wie Revolver zum Einsatz, was die Vorgaben noch strikter macht. Dieses Angebot haben nur noch wenige Schützenvereine, sagt Bövers. Der Hohnhorster sei im Umkreis von 30 Kilometern seines Wissens nach der Einzige.  kle

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