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Sie guckt, wo’s piept

Studentin untersucht Vogelbestand und Artenvielfalt am Bünteweg in Rehren Sie guckt, wo’s piept

 In Rehren piept’s wohl. Zumindest in den Bäumen, Büschen und Wiesen entlang des neuen Naturerlebnispfades. Wer genau dort so piept, sprich: welche Vogelarten und wie viele ihrer Vertreter sich in welchen Büschen tummeln, untersucht derzeit Linda Kohser.

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„Totholz beherbergt eine große Artenvielfalt“: Studentin Linda Kohser (Zweite von links) zusammen mit Wolfgang Lehrke (links), Christel Bersch (von rechts) und Karl-Heinz Nagel vom Naturschutzbund Wunstorf sowie Karl-Heinrich Meyer.

Quelle: kle

Rehren. Kohser studiert an der Leibniz Universität Hannover Landschaftsarchitektur und Umweltplanung. Für ihre Bachelor-Arbeit will sie den Vogelbestand in dem Gebiet zwischen Bünteweg und Brandtkoppelweg über die Dauer von drei Monaten katalogisieren und dabei die Bedeutung der Hecken und Feldränder für die Vogelwelt aufzeigen. Das zu kartierende Gebiet erstreckt sich über eine Fläche von etwa 500 mal 200 Meter.
Profitieren sollen von dem Projekt alle Beteiligten. Kohser hat ein Thema für ihre Arbeit, und die Naturgruppe Rehren, die den Erlebnispfad angelegt hat, sowie die Gemeinde Hohnhorst können die Ergebnisse für ihre eigenen Zwecke verwerten. „Für die Planung des Erlebnispfads wollen wir einerseits natürlich wissen, welche Vogelvielfalt wir hier haben“, sagt Karl Heinrich Meyer, Leiter der Naturgruppe. Zugleich soll auf Basis dieser Daten ermittelt werden, „was man tun kann, um unsere Vogelwelt zu unterstützen“.
Nach dem bundesweiten Landschaftsplan von 1999 sollten sich alle Gemeinden dafür einsetzen, bei sich wieder die gleiche Vogelvielfalt wie im Jahr 1975 zu erreichen. „Hier ist dafür noch nichts passiert“, beklagt Meyer. „Im Gegenteil, der Trend geht eher noch weiter nach unten.“
Ein großes Problem bilde beim Thema Natur- und Artenschutz der Konflikt mit den Landwirten, erklärt Bürgermeister Wolfgang Lehrke. Ein bunt bewachsener und blühender Ackerrandstreifen sei für einen Landwirt natürlich nicht sehr erfreulich – für die Artenvielfalt heute und in Zukunft aber unerlässlich.
Um der Natur noch ein bisschen unter die Arme zu greifen, hat die Gemeinde übrigens das Schnittgut der Weiden am Bünteweg zu einem Totholzhaufen aufgeschüttet, der für eine Vielzahl von Tieren zum Zuhause, Unterschlupf und Brutplatz werden soll. kle

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