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Sorgen um den Ruf des Rates

Hohnhorst Sorgen um den Ruf des Rates

Ist der Ruf des Hohnhorster Gemeinderates nach all den Querelen der vergangenen Jahre ruiniert? Diese Sorge hat zumindest die SPD-Politikerin Ulrike Junk geäußert.

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Zankäpfel wie aus dem Bilderbuch: Der Bahnübergang an der Schmiedestraße und der Radweg „Schwarze Mühle“.

Quelle: Archivfoto

Hohnhorst. Sie habe während des Erntefestes in Rehren viele kritische Stimmen bezüglich der Ratsarbeit gehört. Manche Äußerungen seien „regelrecht erschreckend“ gewesen. „Wir sollten uns Gedanken um unsere Außenwirkung machen“, appellierte Junk im Jugend-, Kultur- und Sportausschuss an ihre Ratskollegen.

Schließlich stehen die Kommunalwahlen im kommenden Jahr auf dem Programm. Und die Beteiligung an dem Urnengang wird Junks Einschätzung nach zumindest nicht steigen, wenn der Rat weiterhin ein so zerstrittenes Bild abgebe. Genauso wenig dürfte es den Parteien leicht fallen, ihre Wahllisten zu füllen. Junk wünschte sich einen sachlicheren Umgangston.

Bürgermeister Wolfgang Lehrke stimmte seiner Parteigenossin zu. Er habe sich auch über manche Gerüchte gewundert, die seiner Darstellung nach auf Fehlinformationen beruhen. In der Bevölkerung werde beispielsweise kolportiert, dass die Verrohrung beim heiß diskutierten Thema Radweg zur Schwarzen Mühle ein großes Problem dargestellt habe. Dieser Aspekt habe sich aber längst in Luft aufgelöst.

Der Radweg zur Schwarzen Mühle ist nicht das einzige Thema, das in den vergangenen Jahren zu heftigen Dissonanzen im Hohnhorster Rat geführt hatte. Ob es um das Seniorenwohnheim in Hohnhorst, das Dorfgemeinschaftshaus Rehren, die Bauarbeiten der Bahn oder zuletzt die 72-Stunden-Aktion der Landjugend ging – ständig kochten die Gemüter. Häufig unterstellten Politiker aus den Reihen der CDU Bürgermeister Lehrke Untätigkeit.

Dieser wehrte sich, seine SPD-Genossen im Rat konterten mit dem Vorwurf der Unsachlichkeit an die Adresse der CDU. Doch auch seitens der SPD wurde Lehrke für Aussagen auf Samtgemeindeebene zum Thema Windkraft gerüffelt – ebenso wie CDU-Ratsherr Werner Bövers. Eskaliert war der Streit um die Alte Schule Ohndorf.

Lehrke sollte sogar abgewählt werden, weil ihm WGN-Ratsherr Heiko Balke vorwarf, gegen die Interessen der Gemeinde zu handeln. Lehrke hatte es in Erwägung gezogen, die Wohnung, die jetzt der Dorfjugend und der Dorfgemeinschaft zugeschrieben wurde, an Flüchtlinge zu vergeben. Anschließend sah sich Balke mit der Unterstellung konfrontiert, er sei fremdenfeindlich.

Der Abwahlversuch scheiterte, seither ist es mit Ausnahme der Debatte um die 72-Stunden-Aktion etwas ruhiger geworden im Rat. Balke, der den Jugendausschuss leitet, bescheinigte am Schluss der Sitzung einen harmonischen Verlauf. Er nahm im Schlusswort auch noch einmal Stellung zum Thema Flüchtlinge: Deren Schicksale berührten ihn sehr, und er sei ausdrücklich dafür, dass Deutschland den Asylsuchenden hilft. gus

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