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Sparrunde für Vereine

Hohnhorst Sparrunde für Vereine

Die bevorstehenden Haushaltsberatungen haben zu einer Sparrunde im Jugend-, Kultur- und Sportausschuss geführt. Nicht nur die Dorfjugend Ohndorf ging leer aus, auch der MTV Rehren A.R. bekam zumindest kein grünes Licht für einen neuen Rasenmäher.

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Hohnhorst. Die Politiker wiesen den Antrag des MTV zunächst ab. Der Verein wünschte sich einen Aufsitzrasenmäher im Wert von 3500 Euro. Dazu könne die Gemeinde jene 1750 Euro für Pflegearbeiten am Sportareal verwenden, die in 2015 von den Rehrenern nicht abgerufen worden waren – dann müsste die Gemeinde noch einmal 1750 Euro dazulegen. Derzeit wird das Grün rund um den Sportplatz mit einem Handmotormäher in Form gebracht. Den Platz selbst mäht ein Unternehmen.

Marion Grages wies darauf hin, dass die Gemeinde Hohnhorst ohnehin überlegt, die Grünpflege-Aufträge ganz neu zu vergeben. Dann könnte auch das Gebiet um den Sportplatz herum von einem Unternehmen gemäht werden. Christian Steege (CDU) hielt dagegen: Bisher wurde das Areal um den Platz tipptopp gepflegt, was sich ändern könne, wenn es künftig kein MTV-Mitglied mehr machen würde. Außerdem sei denkbar, dass die ehrenamtliche Motivation im Verein leide und dann auch keine weitere Grünpflege wie Heckenstutzen am Sportareal mehr übernommen würde – nach dem Motto: Wenn wir nicht mehr mähen sollen, kümmern wir uns auch darum nicht mehr.

Bürgermeister Wolfgang Lehrke (SPD) räumte ein, die Anschaffung des Mähers eingangs unterstützt zu haben. Er gab aber auch zu bedenken, dass dann jeder andere Verein ähnliche Wünsche äußern könnte. Daher sei es sinnvoll, die Pflegearbeiten in Rehren in das Gesamtpaket der Gemeinde zu inkludieren. Doch auch Steeges Einwand habe Hand und Fuß. Dieser hatte auch gesagt, dass ein Mäher nur eine einmalige Ausgabe sei, ein Pflegeauftrag wiederkehrende Kosten verursache.

Ausschussvorsitzender Heiko Balke (WGN) äußerte sich ähnlich, plädierte aber deutlich für einen neuen Vergabeplan der Grünpflegearbeiten, der dann auch alle öffentlichen Areale umfassen müsste. Die WGN werde den Mäherkauf nicht unterstützen. Grages ergänzte, dass die Gemeinde in ihrer derzeit angespannten finanziellen Lage besonders umsichtig sein müsse. Was, wenn jetzt ein Rasenmäher gekauft werde, der in ein paar Jahren mangels freiwilliger Helfer ungenutzt herumstehe? Sie schlug vor, dem Verein das Geld nötigenfalls per Bürgschaft zu leihen.

MTV-Vorsitzender Uwe Rohrßen zeigte Verständnis. „Wir können damit erst mal leben“, sagte er. Die Idee, die Pflege ganz anders zu regeln, sei für den Verein neu. Lehrke hatte zuvor die zunehmend kritische Lage der Gemeinde angesprochen. Kämmerer Frank Behrens habe auf wachsende Schulden hingewiesen. Überschuldet sei Hohnhorst noch nicht, doch die finanzielle Beteiligung an den Bahnbauarbeiten habe die Situation verschärft. gus

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