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Unentgeltlich, aber unbezahlbar

Hohnhorst / Bundesverdienstkreuz Unentgeltlich, aber unbezahlbar

Eine außergewöhnliche Ehrung hat der 72-jährige Gerhard Dohmeier erhalten.

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Landrat Farr (links) überreicht Gerhard Dohmeier das Bundesverdienstkreuz. 

Quelle: jps

Hohnhorst. Landrat Jörg Farr verlieh ihm, für seine ehrenamtliche Arbeit in der evangelischen St.-Martins-Gemeinde, den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland, im Volksmund auch Bundesverdienstkreuz genannt.

Auch für ihn sei es etwas Besonderes, eine solche Ehrung vorzunehmen, bedenke man, dass von 156 000 Schaumburger Bürgern im Schnitt nur drei Personen pro Jahr diese Würdigung erhalten, wie Farr betonte. Der Landrat zitierte aus der Entscheidung Joachim Gaucks, der als amtierender Bundespräsident bestimmt, wer den Verdienstorden erhält. Dohmeier, der seit 1982 im Hohnhorster Kirchenvorstand tätig ist, habe unter besonderem Einsatz das Gemeindeleben mitgeprägt. Besonders wurde in der Urteilsbegründung Dohmeiers Engagement bei der Sanierung der St.-Martins-Kirche hervorgehoben.

Dohmeier, der im Kirchenvorstand für Finanzen und Baumaßnahmen zuständig ist, koordinierte die Auftragsvergabe sowie die Baumaßnahmen. Die Sanierung der Kirche war ein echtes Großprojekt. Mit einem Auftragsvolumen von 1,7 Millionen Euro handelte es sich um eines der größten Bauvorhaben der Landeskirche. Dohmeier brachte dabei sein Organisationstalent und seine planerischen Fähigkeiten ein. Das Bundespräsidialamt hob neben seiner Tätigkeit in der St.-Martins-Gemeinde ebenso Dohmeiers vielfältiges Engagement im Schaumburger Kirchenkreistag hervor.

Der Hohnhorster Pastor Gero Cochlovius lobte den 72-jährigen ebenfalls für sein herausragendes Engagement in der Gemeinde. Im Hinblick auf die Kirchensanierung stellte Cochlovius fest, dass Dohmeier auf der Baustelle „morgens in der Regel der Erste und abends der Letzte“ gewesen sei und einen unermüdlichen Einsatz für die Gemeinde leiste.

Landrat Farr betonte in seiner Ansprache die Bedeutung des Ehrenamts für das gesellschaftliche Wohlergehen. „Wir stellen fest, dass eine Gesellschaft ohne Ehrenamt eine kältere ist und an Lebenswert verliert.“ Der freiwillige Dienst von Menschen wie Gerhard Dohmeier sei zwar unentgeltlich, aber unbezahlbar, so Farr. Der Geehrte selbst zeigte Dank, aber auch Demut gegenüber der Ehrung. Er stehe stellvertretend für die vielen Helfer in der St.-Martins-Gemeinde. jps

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