Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Unterirdisch

Debatte um „Südlink“ Unterirdisch

Die Gemeinde Hohnhorst hat eine Stellungnahme an den „Südlink“-Investor Tennet gerichtet, worin sie Argumente gegen den Verlauf der Stromleitung durch das eigene Gebiet auflistet. Unter anderem wird ein unterirdisches Kabel als Alternative ins Feld geführt.

Voriger Artikel
Weiterhin keine Anteile an Versorger
Nächster Artikel
„Wo wirklich Not am Mann ist“
Quelle: dpa/Symbolbild

Hohnhorst. Bürgermeister Wolfgang Lehrke liebäugelte mit einem Eintreten für eine Erdverkabelung, wenn die Stromtrasse unbedingt durch Hohnhorster Gebiet verlaufen soll. Dies sei weniger störend als eine überirdische Leitung.

 Doch auch die Erdverkabelung ist offenbar kein Allheilmittel. Dies bedeutete nämlich, dass ein 50 Zentimeter breiter Betonkanal in die Erde verlegt wird. In regelmäßigen Abständen würden Kühltürme gesetzt, wie Cord Lattwesen (CDU) erläuterte. Mit gekühlten Leitungen kann Elektrizität verlustfreier transportiert werden als mit ungekühlten.

 Allerdings wies der Kreislandwirt auch darauf hin, dass der Bereich entlang dem zu buddelnden Kanal für einen ackerbaulichen Ertrag verloren ginge. Mehr noch: „Da wäre ein Band von Nord nach Süd, wo kein Halm mehr wächst“, so Lattwesen. Er sehe ein Erdkabel keineswegs als die notwendigerweise bessere Variante.

 Lehrke blieb dabei: Wenn denn die Trasse durch Hohnhorster Gebiet verlaufen muss, dann solle sich die Gemeinde für eine Erdverkabelung aussprechen. Michael Bahe (SPD) wollte wissen, ob man als Landwirt dennoch mit den schweren Maschinen über die unterirdische Trasse fahren könne. Dies bejahte Lattwesen.

 Auch Sven Hasenstab (SPD) äußerte Vorbehalte gegen die Erdverkabelung. Er plädierte für eine Formulierung, wonach die Gemeinde sich grundsätzlich möglichst geringe Belastungen ausbedingt. Und: Die Belange der Bürger sollten, so weit es geht, berücksichtigt werden.

 Derart kritisch wollte Lattwesen seinen Einwand gar nicht verstanden wissen, er ziehe Erdverkabelung einer Masten-basierten Leitung ebenfalls vor. Es gebe allerdings auch einige Unwägbarkeiten. So wurde die Stellungnahme für die Gemeinde inklusive Hinweis auf eine Erdkabellösung beschlossen. Allerdings wird diese in dem Schreiben lediglich als eine mögliche Variante angeführt, nicht als ausdrücklicher Wunsch der Gemeinde.

 In der Stellungnahme wird auf die in Hohnhorst und seinen Ortsteilen zu berücksichtigenden Besonderheiten wie die beiden Bahnstrecken hingewiesen. Auch auf die zu schützenden Aspekte von Landwirtschaft und der sonstigen Infrastruktur geht die Gemeinde ein. gus

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg