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Hohnhorst Unterirdisch
Schaumburg Nenndorf Hohnhorst Unterirdisch
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00:22 11.12.2014
Quelle: dpa/Symbolbild
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Hohnhorst

Bürgermeister Wolfgang Lehrke liebäugelte mit einem Eintreten für eine Erdverkabelung, wenn die Stromtrasse unbedingt durch Hohnhorster Gebiet verlaufen soll. Dies sei weniger störend als eine überirdische Leitung.

 Doch auch die Erdverkabelung ist offenbar kein Allheilmittel. Dies bedeutete nämlich, dass ein 50 Zentimeter breiter Betonkanal in die Erde verlegt wird. In regelmäßigen Abständen würden Kühltürme gesetzt, wie Cord Lattwesen (CDU) erläuterte. Mit gekühlten Leitungen kann Elektrizität verlustfreier transportiert werden als mit ungekühlten.

 Allerdings wies der Kreislandwirt auch darauf hin, dass der Bereich entlang dem zu buddelnden Kanal für einen ackerbaulichen Ertrag verloren ginge. Mehr noch: „Da wäre ein Band von Nord nach Süd, wo kein Halm mehr wächst“, so Lattwesen. Er sehe ein Erdkabel keineswegs als die notwendigerweise bessere Variante.

 Lehrke blieb dabei: Wenn denn die Trasse durch Hohnhorster Gebiet verlaufen muss, dann solle sich die Gemeinde für eine Erdverkabelung aussprechen. Michael Bahe (SPD) wollte wissen, ob man als Landwirt dennoch mit den schweren Maschinen über die unterirdische Trasse fahren könne. Dies bejahte Lattwesen.

 Auch Sven Hasenstab (SPD) äußerte Vorbehalte gegen die Erdverkabelung. Er plädierte für eine Formulierung, wonach die Gemeinde sich grundsätzlich möglichst geringe Belastungen ausbedingt. Und: Die Belange der Bürger sollten, so weit es geht, berücksichtigt werden.

 Derart kritisch wollte Lattwesen seinen Einwand gar nicht verstanden wissen, er ziehe Erdverkabelung einer Masten-basierten Leitung ebenfalls vor. Es gebe allerdings auch einige Unwägbarkeiten. So wurde die Stellungnahme für die Gemeinde inklusive Hinweis auf eine Erdkabellösung beschlossen. Allerdings wird diese in dem Schreiben lediglich als eine mögliche Variante angeführt, nicht als ausdrücklicher Wunsch der Gemeinde.

 In der Stellungnahme wird auf die in Hohnhorst und seinen Ortsteilen zu berücksichtigenden Besonderheiten wie die beiden Bahnstrecken hingewiesen. Auch auf die zu schützenden Aspekte von Landwirtschaft und der sonstigen Infrastruktur geht die Gemeinde ein. gus

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