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Hohnhorst Untersuchung wird verschoben
Schaumburg Nenndorf Hohnhorst Untersuchung wird verschoben
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00:19 08.09.2017
Symbolbild Quelle: Archiv
Hohnhorst/Nenndorf

Das Vorgehen, die Sache so weit zu verschieben, wurde nun im Hohnhorster Umweltausschuss diskutiert. Für Rätselraten hatte im Vorfeld gesorgt, dass offenbar eine Streuobstwiese als Öko-Ausgleich für ein Baugebiet verbucht wurde, die sich aber gar nicht im Besitz der Gemeinde befand und auch jetzt noch nicht Eigentum der Kommune ist. „Das würde ich gern mit der neuen Fachkraft besprechen“, sagte Bürgermeister Cord Lattwesen.

Derzeit hat Hohnhorst rund 10.000 Ökopunkte

Er gehe davon aus, dass sich aus der geplanten Untersuchung weitere positive Effekte für Hohnhorst ergeben, die auch zu mehr Ökopunkten führen könnten. Derzeit hat Hohnhorst rund 10.000 Ökopunkte. Dies ist eine Währung, mit der sich Gemeinden quasi aus der Ausgleichspflicht für Bauprojekte herauskaufen können. Hohnhorst hat die Punkte aber wiederum bereits für ökologische Aufwertungen in der Vergangenheit erhalten. Zum Vergleich: Der Eingriff in die Natur, den die Bahn mit ihren Brücken und Tunneln bei Haste und Hohnhorst verursacht hat, musste mit einem Wert von 50.000 Öko-Punkten ausgeglichen werden.

Marc Schäfer (SPD) strich heraus, dass die Einstellung der Zusatzkraft keineswegs gesichert ist, weil dies auch von der Gewährung von Zuschüssen abhänge. Daher schlug er vor, im Zuge der Haushaltsberatungen Geld einzuplanen, um nötigenfalls eine externe Kraft mit der Prüfung in Sachen Öko-Ausgleich bezahlen zu können – zumal die Fachkraft der Samtgemeinde eine ganze Menge zu tun haben werde.

Der Bereich Umweltschutz sei zuletzt stiefmütterlich behandelt worden, gab Gemeindedirektor Mike Schmidt zu. Daher werde in der Tat viel auf die Zusatzkraft zukommen, gab er Schäfer recht. Dennoch könne er sich vorstellen, dass Hohnhorst nicht als Letztes an die Reihe kommt. Schmidt wies darauf hin, dass er sowohl Gemeindedirektor in Hohnhorst als auch Chef der Samtgemeindeverwaltung ist.

„Das halbe Jahr haben wir jetzt auch noch Zeit“

Die Samtgemeinde Nenndorf erhofft sich Fördergeld für die Einstellung der Umweltfachkraft. Schmidt sagte, dass im September eine Sitzung der Leader-Projekt-Gruppe folgt, die in Bezug auf das angestrebte Geld aus jenem EU-Programm Klärung bringen werde. Anfang 2018 soll die Kraft ihre Arbeit aufnehmen. „Das halbe Jahr haben wir jetzt auch noch Zeit“, sagte Schmidt. Zum 1. August hat die Samtgemeinde indes einen zusätzlichen Mitarbeiter engagiert, der sich um Ordnungsfragen im Kurpark und um Festivitäten kümmert. gus