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Urnen aus vorrömischer Zeit sicher verwahrt

Hohnhorst/Landkreis Urnen aus vorrömischer Zeit sicher verwahrt

Die archäologischen Funde eines Gräberfelds – wahrscheinlich aus der vorrömischen Eisenzeit – sind inzwischen sicher verwahrt, wie der Landkreis angibt. Nähere Bestimmungen seien aus Zeit- und Kostengründen bisher noch nicht möglich gewesen.

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Kommunalarchäologe Jens Berthold hat bei den Ausgrabungen die Fundorte der einzelnen Urnen genau kartiert.

Hohnhorst/Landkreis (bab). Im Mai hatte ein Baggerfahrer das Gräberfeld bei dem Bau einer Biogasanlage in Hohnhorst entdeckt. Wie weiter mit den nahezu 300 Funden, darunter rund 200 Urnen verfahren wird, stehe noch nicht fest.

„Einen abschließenden Grabungsbericht gibt es noch nicht“, sagt Franziska Böger von der Unteren Denkmalschutzbehörde. Das weitere Vorgehen, das mit dem Kommunalarchäologen Jens Berthold abgestimmt werde, hänge auch von der Finanzierung ab. Berthold sei zurzeit im Urlaub. Es sei nicht nur wichtig, die genaue Zeiteinordnung vorzunehmen, meint Böger, sondern auch den Fundzusammenhang zu erschließen. Aus den Anordnungen der Gräber, Grabbeigaben und ähnlichem könne so auf die sozialen Zusammenhänge der damaligen Zeit rückgeschlossen werden. „Wir müssen gucken, in welchem Umfang das ausgewertet werden kann“, sagt Böger, „das kostet eine Menge Geld.“

Deshalb müsse jetzt die Finanzierungsfrage geklärt werden. Fördertöpfe oder Stiftungen müssen ermittelt werden, vielleicht könne die Auswertung auch von Universitäten begleitet werden. Für den Landkreis sei so eine umfangreiche archäologische Aufgabe auch völlig neu. Zum ersten Mal werde in Schaumburg so ein Fund auf kommunalarchäologischer Ebene behandelt, erklärt Böger. Früher sei die Bezirksregierung dafür zuständig gewesen. „Man freut sich darüber, aber es ist wirklich Neuland.“

Auszuschließen sei auch nicht, dass sich in der Nähe des Urnenfundortes auch eine Siedlung befunden habe. Ausgrabungen seien aber nicht geplant. Im Gegensatz zu früher lasse die Archäologie derlei gerne im Boden, um die Relikte nicht zu zerstören. Denn die wissenschaftlichen Untersuchungsmethoden, die ständig verbessert und weiterentwickelt würden, können zu ganz anderen Möglichkeiten der Analyse führen.

Die Funde sowie Fragmente sind laut Böger derzeit sicher verwahrt untergebracht. Wo genau werde nicht verraten, um Plünderungen zu vermeiden. Der SPD Samtgemeindeverband Nenndorf hat einen Antrag von Samtgemeindebürgermeister Bernd Reese unterstützt, der den Landkreis auffordert, die Hinweise auf die „älteste Siedung in ganz Schaumburg“ weiter zu untersuchen.

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