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Weg retten, ehe es zu spät ist

Hohnhorst / Diskussion über Wegebau Weg retten, ehe es zu spät ist

Im Zwist mit der Deutschen Bahn um den Fuß- und Radweg unter der kommenden Bahnbrücke zwischen Haste und Hohnhorst hat der Gemeinderat Hohnhorst nun dafür votiert, dass Bürgermeister Wolfgang Lehrke (SPD) die nötigen Verhandlungen anschiebt, um das Projekt in trockene Tücher zu bekommen. Die Gemeindevertreter befürchten, der Weg könnte scheitern, wenn das Vorhaben der Bahn gegenüber nicht mit Nachdruck präsent gemacht wird.

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Quelle: pr.

Von Guido Scholl

Hohnhorst. Hintergrund ist dieser Zwiespalt: Die Bahn hatte der Gemeinde erlaubt, den Weg unterhalb der Brücke zu bauen, allerdings will das Transportunternehmen keinerlei Kosten dafür übernehmen. Einzelheiten der Umsetzung blieben daher bislang offen. Wenn die Bahn oder die Gemeinde den Weg nicht während der begonnenen Arbeiten an den neuen Gleisübergängen realisieren können oder wollen, muss geklärt werden, wann und wie die Gemeinde anschließend tätig werden kann.

Daher sollte der Bürgermeister den dezidierten Auftrag bekommen, die Verhandlungen mit Bahn und Landkreis zu führen, um finanzielle und organisatorische Einzelheiten zu erörtern. Dies will Lehrke nun tun. Unter anderem gehe es auch darum, endgültig zu klären, ob die Gemeinde den Weg während der Brückenbauarbeiten realisiert oder sich zunächst lediglich die planerische und bauliche Option dafür sichert.
Cord Lattwesen (CDU) wies auf die Gefahr hin, die Bahn könnte – auch unbeabsichtigt – beim Brückenbau vollendete Tatsachen schaffen, die den Wegebau anschließend verhindern, weil Dinge errichtet werden könnten, die den Plänen der Gemeinde einen Strich durch die Rechnung machen. Dass zwecks Baus des Rad- und Fußwegs bereits für den Haushalt 2014 Geld eingeplant werden muss, hielt Lehrke für unwahrscheinlich. Verhandlungen könne er aber dennoch bereits führen. Der Auftrag: Binnen vier Wochen soll die Bahn eine Stellungnahme zu dem Thema vorlegen.

In einem energischen Disput stritten Lehrke und Heinz-Konrad Rohrßen (CDU) noch einmal darüber, ob die Klage Rohrßens vor Jahresfrist gegen die Bahn dazu geführt hatte, dass Hohnhorst den Weg bauen darf oder nicht. Lehrke sagte, die Klage habe damit nichts zu tun, der Wegebau sei bereits vorher zugesichert worden. Rohrßen blieb dabei, dass er das Wegprojekt quasi gerettet hat. Andere Ratsvertreter äußerten die Ansicht, dass diese Diskussion nichts mit dem aktuellen Thema zu tun hat.

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