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Hohnhorst Weiter Unruhe bei den Schützen
Schaumburg Nenndorf Hohnhorst Weiter Unruhe bei den Schützen
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00:17 27.06.2018
Der Streit innerhalb des Schützenvereins ging 2017 bis vor Gericht. Quelle: Symbolbild
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Hohnhorst

Offenbar versucht eine der Streitparteien weiterhin, Unstimmigkeiten aus der Vergangenheit zu klären.

Kürzlich stand das Thema auch im Ortsrat im Mittelpunkt. Dort wurde das Anliegen der ehemaligen Vereins-Schatzmeisterin Monika Fliegner, die Ungereimtheiten in der Buchführung festgestellt haben wollte, von Mike Schmidt jedoch entschieden zurückgewiesen.

Schmidt will sich in Zwist nicht einschalte

Die Gemeinde habe ihre Zahlungen an den Verein geprüft und sei zu dem Schluss gelangt, dass alles korrekt gelaufen sei, sagte der Gemeindedirektor. Dieser will folglich keine Rückforderungen an den SV Hohnhorst stellen. Alle darüber hinausgehenden Vorgänge lägen nicht in der Zuständigkeit die Gemeinde, winkte Schmidt ab, der sich in den Zwist nicht einschalten wollte.

Auslöser für den Konflikt sind eine Reihe von sicherheitstechnischen Umbauten am Schützenhaus im Zeitraum zwischen 2015 und 2017, für die der Verein rund 3 700 Euro von der Gemeinde Hohnhorst, aber auch 2 760 Euro vom Kreissportbund erhalten hat. Laut Fliegner hat der SV Hohnhorst dadurch zulasten der Steuerzahler einen Überschuss von mehr als 1 000 Euro erzielt.

Darüber gingen die Meinungen im Vorstand aber auseinander, es kam zum Streit. Fliegner musste ihr Amt als Schatzmeisterin kurz nach ihrer Wahl auf Entscheidung des restlichen Vorstands wieder abgeben.

Fliegner zog im August 2017 vor Gericht

Bereits im August vergangenen Jahres war Fliegner mit dem Vorwurf der üblen Nachrede gegen den Verein vor Gericht gezogen. Damit ging sie gegen ein Aussage des Vereinsvorsitzenden Volker Günther vor, der ihr in einem vereinsinternen Rundschreiben attestiert hatte, mit ihrem Auftreten einen Keil in den Verein zu treiben. Die Klage vor dem Stadthäger Amtsgericht wurde zunächst abgewiesen, da bei derartigen Zivilrechtsstreitigkeiten zunächst ein Schiedsverfahren vorgesehen ist.

Es handle sich bei dem Rundschreiben nicht um ein Pamphlet im Sinne der Presse sondern um ein internes Papier, begründete die Richterin ihre Einschätzung.

Wie weit das Schlichtungsverfahren derzeit ist, war nicht zu erfahren, weil Schiedspersonen darüber absolutes Stillschweigen zu wahren haben. Scheitert es, kann die Sache erneut vor Gericht gehen. lht

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