Hohnhorst (tes). In Zusammenarbeit mit der evangelischen Martinsgemeinde und den Vereinen hat die Dorfgemeinschaft zwei Tage lang den Kirchplatz in ein weihnachtliches Hüttendorf verwandelt. Chöre, Kindertanzgruppen und der Weihnachtsmann begeisterten das Publikum. „Zugpferd am Sonnabend war ganz klar das Benefizkonzert der GBN-Big Band“, bilanzierte der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Detlef Schwake, „Sonntag hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht.“ 50 Torten waren gespendet worden, eine Vielzahl von Gestecken und Handarbeiten fanden in der Bastelstube für den guten Zweck neue Besitzer. 480 Euro Überschuss sind zusammengekommen. Jeweils 240 Euro wurden jetzt an die Martinsgemeinde und die katholische St.-Petrus-Canisius-Gemeinde übergeben, um mit dem Geld bedürftigen Familien zu helfen.
Geldgeschenke gebe es aber nicht, erklärten die Vertreter der beiden Kirchengemeinden übereinstimmend. Vielmehr werde die Spende zweckgebunden eingesetzt. „Oft können es sich Familien mit Hartz IV nicht leisten, ihren Kindern die Teilnahme an Freizeiten zu ermöglichen“, nannte Pastor Gero Cochlovius ein Beispiel. „Die Not nimmt zu“, bestätigte Birgit Richter vom Kirchenvorstand, auch die katholische Gemeinde helfe Familien in finanziellen Notlagen ganz konkret, zum Beispiel mit Brillen für die Kinder.
Im nächsten Jahr wird der Weihnachtsmarkt in Hohnhorst erneut zwei Tage lang seine Türen öffnen, kündigte Schwake an und hofft mithilfe des Pastors wieder auf ein Zugpferd: „Cochlovius hat einen ganz dicken Fisch an der Angel.“
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