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Wie sauber ist die Aue?

Umweltschützer fordern Messungen Wie sauber ist die Aue?

Die Berichte über die zu hohe Nitratbelastung des Grundwassers hat auch Umweltschützer in der Gemeinde Hohnhorst alarmiert. Der dortige Aktivist Karl-Heinrich Meyer regt an, das Wasser der Rodenberger Aue auf dessen Nitrathaltigkeit zu untersuchen.

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HOHNHORST. . Meyer hatte bereits beim Unterhaltungsverband 53, der für die Aue verantwortlich ist, nachgefragt, ob entsprechende Untersuchungsergebnisse vorliegen. Doch der Verband konnte Meyer zufolge lediglich Messwerte von Proben anbieten, die dem Flüsschen bei Rodenberg entnommen worden waren.
Nach Informationen dieser Zeitung hat das Niedersächsische Landesamt für Wasser, Küsten und Naturschutz (NLWKN) die Proben bei der Messstation an der Kreisstraße 53 genommen.
Der beim NLWKN angesiedelte Gewässerkundliche Landesdienst schreibt aber selbst: „Hier sind bezüglich Stickstoff keine Auffälligkeiten vorhanden. Vermutlich besteht aber hydrogeologisch auch kein Zusammenhang mit dem betreffenden Gebiet.“ Mit dem „betreffenden Gebiet“ ist die Gemeinde Hohnhorst gemeint.
Den fehlenden Zusammenhang sieht auch Meyer, schließlich war in den überregionalen Berichten zur Nitratbelastung die Landwirtschaft als Hauptverursacher markiert worden. Wirtschaftsdünger enthält Stickstoff zum Teil in Form von Nitrat. Und im Verlauf der Aue nach dem Rodenberger Messpunkt reiht sich ein Acker an den anderen.
Noch etwas streicht Meyer heraus: die auch vom Unterhaltungsverband häufig festgestellten Verstöße gegen Abstandsvorgaben in seiner Gemeinde. Eine Grafik des Verbands zeigt, dass neben vielen Feldern der vorgeschriebene Ein-Meter-Streifen zur Aueböschung nicht eingehalten wird. Möglicherweise nehmen Landwirte irrtümlich an, dass die Böschung als Abstandsbereich mitzählt. Dem ist aber nicht so, wie in der Grafik des Verbands eindeutig angemerkt wird. Der Meter Abstand wird erst ab der Oberkante der Böschung gerechnet.
Meyer will daher nun selbst Nitratmessungen an der Aue im Bereich Hohnhorst veranlassen. Obwohl eigentlich andere dafür zuständig wären. gus

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