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Hohnhorst „Wir wollen die Urnen in Hohnhorst behalten“
Schaumburg Nenndorf Hohnhorst „Wir wollen die Urnen in Hohnhorst behalten“
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18:20 22.02.2012
Finanzspritze von der Gemeinde: Das Interesse an einer Auswertung der Fundstücke auf dem Urnengräberfeld ist groß. Quelle: tes
Hohnhorst

Anfragen gebe es bereits aus Rinteln und Bückeburg, berichtete der zweite stellvertretende Bürgermeister Cord Lattwesen, auf dessen Grundstück sich die Grabstätte befindet.

 Auf mehrfache Nachfrage versicherte er beim Fasleabend in Rehren, dass alles dafür getan werde, dass die Überreste der „Ureinwohner“ in der Gemeinde verbleiben. „Wir wollen die Urnen in Hohnhorst behalten“, sagte er unter Beifall der Versammlung. Die Gemeinde und auch Kreisarchäologe Jens Berthold bemühen sich um EU-Mittel und hoffen, eine Universität dafür zu gewinnen, die Reste der mehr als 350 in Hohnhorst bestatteten Germanen zu erforschen.

 „Die Gemeinde kann stolz sein auf diesen Fund aus der vorrömischen Eisenzeit“, betonte Christian Steege (CDU) in der Sitzung des Jugend-, Kultur- und Sportausschusses, auch seitens der Gemeinde müssten finanzielle Mittel für die weitere Erforschung sichergestellt werden. Der Ausschuss war sich einig über die Bedeutung dieser archäologischen Entdeckung für die Geschichtsschreibung der Gemeinde. Bis ein Kostenrahmen bekannt ist, soll eine Finanzspritze Unterstützungsbereitschaft signalisieren: Der Ausschuss schlägt vor, einen Zuschuss in Höhe von 1000 Euro bereitzustellen.