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Ziegel: Grau geht gar nicht

Hohnhorst / Dächer gestalten Ziegel: Grau geht gar nicht

Für Ziegel gilt: Wer sie in Grau haben will, bekommt in Hohnhorst künftig keine aufs Dach. Es sei denn, er lässt es darauf ankommen und riskiert rechtliche Konsequenzen.

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Rotbraune Ziegel wie hier in Ohndorf entsprechen der Ortstypik, sagt die Gestaltungssatzung.

Quelle: jcp

Von Jan-Christoph Prüfer

Hohnhorst. Zur 1. Änderung der Gestaltungssatzung in den örtlichen Bauvorschriften sagte Bürgermeister Wolfgang Lehrke vor dem Bauausschuss: „Es ist kein belangloses Zeug, das wir hier diskutieren.“ Es handele sich um Ortsrecht und sei „im Zweifelsfall auch einklagbar“.

 Lehrke verwies auf einen Fall im Pattenser Ortsteil Hüpede. Dort hatte das Verwaltungsgericht einen Hausbesitzer dazu verdonnert, sein nicht in Einklang mit den Gestaltungsvorschriften stehendes Dach neu einzudecken. Der persönliche Farbgeschmack kann Hausherren also teuer zu stehen kommen, wenn sie ihn nicht gegen – rechtlich verbindliche – örtliche Gepflogenheit abgleichen.

 Zulässig für Dachziegel in den historisch gewachsenen Bereichen der Orte Hohnhorst, Rehren/Rehrwiehe, Ohndorf und Nordbruch wären bei entsprechendem Beschluss folgende Farbtöne: Rot-Rotbraun, Braun-Dunkelbraun und Schwarz-Anthrazit, jeweils in den dazwischen liegenden Farben. Zum Beispiel ist Signalschwarz eine Farbe, die dem Farbton Schwarz-Anthrazit untergeordnet ist. In einer früheren Fassung der Satzung war noch der Farbton Grau enthalten gewesen und nach diversen Debatten in den entsprechenden Gremien schließlich wieder gestrichen worden.

 Matthias Reinold vom beauftragten Rintelner Planungsbüro Reinold erklärte vor dem Ausschuss, es gehe „nicht darum, Bauvorhaben zu verhindern“. Viel mehr sei es Sinn der von ihm ausgearbeiteten Gestaltungssatzung, die Hohnhorster Ortstypik zu erhalten.

 Die überarbeitete Gestaltungssatzung beinhaltet auch die Einschränkung der Größe von Werbetafeln auf vier Quadratmeter, die Begrenzung der Einfriedung der Grundstücke zu den Straßen auf 1,20 Meter Höhe und die Festlegung der Materialien für Außenwände auf Sichtmauerwerk, Putz und Holzverschalung.

 Letztere darf nur Verwendung finden, wenn sie unter 40 Prozent der Außenwand ausmacht. Für Außenwände gelten die Farbtöne Gelb, Rot-Rotbraun und Braun-Dunkelbraun. Metallbleche sind nur zulässig, wenn sie weniger als 30 Prozent der Außenwand umfassen.

 Die Gestaltungssatzung liegt dem Gemeinderat am 28. Oktober zum Beschluss vor. Gültigkeit hätte sie ab 2014.

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