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Zukunft als Seniorenwohnanlage mit Hotel?

Hohnhorst / Gasthaus Wille Zukunft als Seniorenwohnanlage mit Hotel?

Ins seit Anfang 2010 leerstehende Gasthaus Wille soll wieder Leben einkehren. Der Investor und CDU-Ratsherr Heinz Konrad Rohrßen will gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz Schaumburg (DRK) eine Seniorenwohnanlage einrichten.

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Im ehemaligen Gasthaus Wille könnte ein Pflegehotel samt Seniorenwohngemeinschaft entstehen. © tes.

Hohnhorst (tes). Über das in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro von Stefan Busse erarbeitete Konzept haben sich Gemeinderat und interessierte Bürger nun informiert.

DRK-Pflegedienstleiterin Christine Wehrmann-Renn stellte das Nutzungskonzept für die ehemalige Gaststätte vor, das eine Kombination unterschiedlicher Wohnformen bestehend aus Tagespflege, ambulanter Pflege, Seniorenwohngemeinschaft, Wohnsiedlung und Hotel vorsieht. Vorbild ist die seit 2008 bestehende Senioren-Wohngemeinschaft im ehemaligen Hotel Lichtsinn in Hessisch-Oldendorf.

Im Hauptgebäude der Gaststätte ist eine Wohngemeinschaft für zehn Bewohner sowie ein Pflegehotel vorgesehen. Dieses soll Pflegebedürftigen einen angenehmen Aufenthalt bieten, wenn deren Angehörigen eine Auszeit von der häuslichen Pflege benötigen. Angrenzend an den Parkplatz hinter der Gaststätte sind zudem sieben Einfamilienhäuser mit einer Wohnfläche von jeweils 80 bis 100 Quadratmetern geplant, die durch eine Zuwegung mit dem Haupthaus verbunden werden sollen.

Dadurch sei für die Bewohner gewährleistetet, nach Wunsch und individuellem Bedarf rund um die Uhr auf fachkundige Hilfe zugreifen zu können. Das Einzugsgebiet von Hohnhorst sei groß, der Bedarf an Seniorenwohngemeinschaften als „Wohnform der Zukunft“ entsprechend groß, betonte Wehrmann-Renn.

Familie Baumgärtel als bisherige Betreiber der Gaststätte habe nie eine Genehmigung für eine weitere Zufahrt bekommen, sagte eine Anwohnerin und fragte irritiert: „Ist das jetzt alles möglich?“ Dass es bisher nicht zulässig war, in diesem Bereich zu bauen, darauf habe er Investor Rohrßen hingewiesen, sagte Bürgermeister Otto Lattwesen (CDU). Eine Recherche beim Landkreis habe jedoch ergeben, dass das neue Konzept für Betreutes Wohnen umsetzbar wäre, wenn die Nutzung umgewidmet und ein vorhabenbezogener Bebauungsplan erstellt wird, erklärte Planer Busse.

SPD-Fraktionssprecher Wolfgang Lehrke begrüßte das Konzept, „weil keine Alternative für dieses ortsbildprägende Gebäude vorhanden ist.“ Der Bürgermeister stellte nach Rückfrage an die anwesenden Bürger eine positive Stimmung für das Projekt fest: „Wir sind froh, wenn der Leerstand beseitigt werden könnte.“ Die Gemeinde sei jedoch nicht die Genehmigungsbehörde, die Pläne werden beim Landkreis vorgestellt. „Die Kaufverträge sind unterschriftsreif“, so Rohrßen.

Er werde das Anwesen jedoch nur kaufen, wenn er es in der vorgestellten Form nutzen könne.

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