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Zwölf neue Bauplätze für Ohndorf?

Wohngebiet-Erweiterung Zwölf neue Bauplätze für Ohndorf?

Zwölf neue Bauplätze für den Hohnhorster Ortsteil Ohndorf strebt Ratsmitglied Werner Bövers (CDU) an. Dafür soll das Wohngebiet rund um die Neue Straße und Am Mathfeld nach Norden zum Feld hin erweitert werden.

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Hinter dem Baugebiet „Mathe“ liegt ein weiter Acker. Auf einem Teil davon könnten nach Wunsch des Bauausschusses neue Häuser entstehen.

Quelle: kle

Ohndorf. Der Ausschuss befürwortete den Vorstoß und eine entsprechende Änderung des Bebauungsplans „Mathe“ mehrheitlich, jedoch gab es auch ein paar kritische Stimmen.
Bövers’ Hauptargument lautete, dass in Ohndorf anderweitig kein Baulandpotenzial bestehe. Auf diese Weise könnte der „Wohnbedarf für junge Familien und Bauwillige“ gedeckt werden.
„Nachdem sich der Leerstand hier drastisch reduziert hat, stehe ich dem sehr aufgeschlossen gegenüber“, sagte unter anderem Michael Bahe (SPD). Auch Sven Hastenstab (SPD) betrachtete die Idee als „sehr positiv“, zumal die letzte Erweiterung Ohndorfs bereits 15 Jahre her sei. In Rehren und Hohnhorst seien vor einiger Zeit neue Baugebiete ausgewiesen worden, „diese Chance, sich zu verjüngen, sollten wir auch Ohndorf zugestehen“.
Kritisch äußerte sich vor allem Bürgermeister Wolfgang Lehrke (SPD), der das Ziel der meisten Städte und Gemeinden befürwortete, erst innerörtliche Baulücken zu schließen, statt neue Ackerflächen zu versiegeln. „Täglich wird in Deutschland 60 Hektar Ackerland verbaut“, mahnte er an. Er sei zudem der Ansicht, dass der Bedarf für Ohndorf eben nicht bestehe. „Wir leben in einer schrumpfenden Gesellschaft“, erinnerte er. „Wo sollen die Leute denn herkommen?“ Neue Bauplätze am Ortsrand würden auf Dauer nicht mehr Einwohner bedeuten, sondern nur das Leerstandsproblem im Ortskern verschärfen. Darüber hinaus gebe es auch viele junge Familien, die sich gar nicht unbedingt eine neue „Wohlstandsruine“ bauen möchten, sondern durchaus an Altbeständen interessiert seien. Er sprach sich weiterhin dafür aus, nur die drei bestehenden Bauflächen an der Neuen Straße zu vermarkten (wir berichteten).
Weitere Schwierigkeiten könnten sich im Hinblick auf die benötigte Änderung des Flächennutzungsplans (F-Plans) ergeben. Darüber hat der Samtgemeinderat zu entscheiden. Auch besteht die Gefahr, dass, wenn das Baugebiet genehmigt wird, die Gemeinde Hohnhorst dafür im Ausgleich das aktuelle Bauland im Scheller aufgeben muss. Wegen der ungeklärten F-Plan-Problematik gab auch Otto Tatge (CDU) vorerst keine Zustimmung zu dem Projekt.
Der Rat wird bei seiner kommenden Sitzung am Dienstagabend ab 19.30 Uhr im Sitzungssaal der Gemeinde Hohnhorst, Ohndorfer Straße 4, über den Antrag von Werner Bövers entscheiden. Derzeit lässt die Gemeinde zudem ein Leerstandskataster für den kompletten Ort erstellen. kle

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