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Aufatmen in der Auffangstation

Tierschutzverein Rodenberg/Bad Nenndorf Aufatmen in der Auffangstation

Paulchen ist noch keine vier Wochen alt. Kurz nach seiner Geburt wurde er in einem Stall gefunden – von der Mutter keine Spur. Das kleine Kitten wurde bei der Tierauffangstation abgegeben, wo sich Jutta Schneider vom Tierschutzverein Rodenberg/Bad Nenndorf seitdem um ihn kümmert.

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Der kleine Paulchen ist zwar an Niedlichkeit kaum zu übertreffen, trotzdem fordern Tierschützer eine Kastrationspflicht für Katzen, damit sich die Tiere nicht weiter unkontrolliert vermehren können.

Quelle: göt

NENNDORF/RODENBERG. Alle zwei Stunden füttert sie ihn mit der Flasche und zieht ihn so liebevoll groß. Doch hätte die Geschichte auch anders ausgehen können, wenn Paulchen nicht gefunden worden wäre.

Wer sich ein Haustier zulegt, muss auch die damit einhergehende Verantwortung tragen. Doch nicht jedem Halter ist klar, was das bedeutet. Für Katzen fordern Tierschützer deshalb schon seit Langem eine allgemeine Pflicht, damit die Tiere kastriert, gekennzeichnet und registriert werden müssen. Ist dies nicht der Fall, entstehen den Tierschützern jedes Jahr nicht nur Mühe und Arbeit, sondern auch horrende Kosten, so Schneider. Mit den Problemen fühlen sich die Tierschützer oft alleine gelassen.

Aufklärung scheint erste Früchte zu tragen

Bad Nenndorf hat bereits so eine Verordnung, die Tierhalter in die Pflicht nimmt. In Rodenberg wird in wenigern Wochen über das Thema diskutiert. Die Tierschützer um Schneider würden eine ähnliche Verordnung in der Deisterstadt sehr begrüßen. Was dort nämlich in erster Linie zum Problem wird, ist die teilweise sehr stark wachsende Katzenpopulation.

Zwischen 40 und 60 Katzen beherbergte die Tierauffangstation in Bad Nenndorf in der Vergangenheit gleichzeitig. Seit Jahren setzt man sich hier für die Aufklärung ein. Nun scheint ein erster Erfolg verzeichnet werden zu können. In den vergangenen Wochen waren es immer nur zwischen 25 und 30 Katzen. Schneider ist jedoch erst einmal nur vorsichtig optimistisch. Sie fürchtet, dies könnte nur die Ruhe vor dem Sturm sein und macht weiter für die Aufklärung der Tierbesitzer mobil.

„Es braucht eine Kennzeichnungspflicht“

Was ebenfalls in die Problematik mit hinein spielt, ist die Tatsache, dass viele Menschen sich zwar einen Freund auf vier Pfoten wünschen, aber nicht über das nötige Kleingeld verfügen. Eine Kastration kostet zwischen 70 und 150 Euro. Schneider kennt viele dieser Fälle und legt nahe, sich bei finanziellen Problemen an den Tierschutzverein zu wenden. Schließlich ist die Kastration letztendlich nicht nur zum Wohle der Tiere, sondern auch für die Entlastung der Tierheime wichtig.

Zweites Problem in diesem Kontext ist die Kommunikation. Wird eine Katze gefunden, ist es laut Schneider oftmals schwierig, den Halter ausfindig zu machen. „Es braucht eine Kennzeichnungspflicht“, fordert Schneider. Viele Tierbesitzer melden sich auch erst Tage nach dem Verschwinden ihrer Katze in der Auffangstation – wo sich derweil, falls die Katze abgegeben wurde, Arbeit und Kosten häufen. Wenn der Besitzer schnell identifiziert werden kann, spart das nicht nur den Tierschützern viel Aufwand, sondern auch dem Tierhalter, der seinen Liebling vermisst, viele Sorgen. göt

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