Der Mittelpunkt der Kurparkplanung: So sieht das Zielkonzept für die bisher verwinkelte Esplanade zwischen Hotel und Kurpromenade aus. Sie soll zu einem ebenerdigen Platz mit einem Baumraster aus Linden werden. Das Hamburger Dach bleibt stehen, ein Teil der Veranstaltungsfläche wird befestigt, der Rest erhält eine wassergebundene Decke. Der Baumbestand auf dem Weg am Hotel soll zunächst erhalten bleiben. Erst in einem zweiten Schritt ist, wie hier eingezeichnet, daran gedacht, auch dort frische Linden zu pflanzen. Allerdings sollen die neuen Bäume schon so groß sein, dass die Leute darunter sitzen können. Stadt Bad Nenndorf
Bad Nenndorf. Wer A sagt, muss auch B sagen. So verhält es sich mit dem Antrag auf die touristischen Fördermittel, die aus dem EU-Topf für die denkmalgerechte Sanierung des Kurparks fließen sollen. Den hat die Stadt fristgerecht am 15. Februar eingereicht. Sollte.
„Das Paket muss so bleiben“, sagte Gerhard Kohle, der die Stadtsanierung fachlich betreut. Der vom Verwaltungsausschuss (VA) mit den Stimmen von WGN und SPD und gegen die CDU beschlossene Antrag auf touristische Fördermittel der EU ist demnach bei der NBank als Bewilligungsstelle abgegeben worden. Zwar muss der Rat noch die Maßnahmen einzeln beschließen und über den Haushalt den eigenen Anteil bereits stellen, doch in der Ausführungsplanung lassen sich lediglich nur Details verändern.
Wie das erwähnte Paket aussieht, stellte Landschaftsarchitektin Anke Deeken erstmals öffentlich vor. Dabei habe sie auch die Änderungswünsche eingearbeitet, auf die sich der VA noch verständigt hatte. So bleibt der Sonnengarten weitgehend erhalten. Die Esplanade erfährt den größten Eingriff, wird begradigt und bekommt ein orthographisches Lindenraster. Das Hamburger Dach bleibt und der Boden ringsum erhält eine Bitumenschicht. Der Rest der Flächen wird weitgehend in wassergebundener Decke angelegt, genau wie der größte Teil der Wege. Die Promenade verläuft linear ohne Sitznischen und mit flachen Staudenbändern. Auf dem früheren Kurhausstandort ist ein Feld aus Wasserfontänen geplant. Im Landschaftspark am Schlösschen wird die Zahl der Wege reduziert. Zudem gibt es ein Beleuchtungskonzept aus Stelen und Pollern. Der Bouleplatz bleibt entgegen ersten Planungen unverändert.
Von den 2,8 Millionen für den Kurpark kommen 1,4 Millionen im Idealfall aus EU-Mitteln. Für den etwa 500 000 Euro teuren Umbau der Promenade rechnet Kohle mit 330 000 Euro aus der Städtebausanierung. Der Rat könnte das Gesamtprojekt nur stoppen, wenn er das Fördergeld nicht annehmen würde. „Das wäre dann wohl der letzte Antrag aus Bad Nenndorf, der genehmigt würde“, mutmaßte Kohle, der noch ein Risiko erwähnte. Da die historische Kurpark-Sanierung als Ziel im Rahmenplan der Zentrumssanierung festgeschrieben ist, könnte die gesamte Förderung gefährdet sein, sollte sich die Stadt vom großen Kurparkkonzept verabschieden.
Die Erkenntniss, „keine Entscheidung zu haben“, frustierte den SPD-Ratsherrn Fritz Varwig. Das Verfahren ließ den Rat in der Kurparkfrage außen vor. Er halte die große Sanierung für überflüssig, könne dies aber in keinem Beschluss zum Ausdruck bringen. Ihm und anderen Gegnern bleibe nur die Möglichkeit, den Haushalt abzulehnen. Damit könnte es bei der Ratssitzung am kommenden Mittwoch spannend werden. Denn CDU und FDP sind gegen das Konzept. Sie könnten mit SPD-Abweichlern über den Umweg Haushaltsplan die große Kurpark-Planung verhindern.
Seine Fraktion gebe ihren Mitgliedern keinen Beschluss vor, sagte SPD-Sprecher Volker Busse. Obwohl seine Partei im VA die Kurparksanierung mit durchgesetzt hatte, kritisierte er das nun vorgestellte Ergebnis. Politische Vorgaben seien zum wiederholten Male nicht umgesetzt worden. Ähnlich sahen dies die VA-Mitglieder Gudrun Olk (SPD) und Cornelia Jäger (CDU).
Deeken nannte die Vorwürfe „unseriös“. Das Konzept sei „einigermaßen gelungen“, sie schloss Fehler im Detail nicht aus. „Wir sind noch nicht am Ende aller Planungen.“ Sie erinnerte an den Druck, „in kürzester Zeit“ die Antragsunterlagen fertigstellen zu müssen. „Das haben wir irgendwie geschafft.“ rwe
Politiker und Zuhörer diskutieren Für und Wider
Stimmen aus der großen Kurpark-Diskussion
Wir können eigentlich alle nach Hause gehen“, ärgerte sich Fritz Varwig (SPD) in einer persönlichen Stellungnahme darüber, als Ratsherr kein Mitspracherecht bei der Kurparkplanung zu haben. Er hielt die Sanierung in den meisten Punkten für unnötig, erwartet dadurch keine zusätzlichen Besucherströme. Zudem sei gar nicht klar, in welchen historischen Zustand der Kurpark versetzt werden soll. Varwig bezweifelt, dass die politischen Befürworter später auch zu den finanziellen Folgen stehen. Ärgerlich darüber, dass trotz vieler Änderungswünsche den Politikern nahezu immer dieselben Pläne vorgelegt wurden, zeigte sich Volker Busse (SPD). Kritik kam auch von Parteifreundin Gudrun Olk: „Keiner wisse so genau, wie der Kurpark nun kommen soll. So jedenfalls nicht.“
CDU-Ratsfrau Cornelia Jäger forderte die Verwaltung auf, den Bürgern vorzurechnen, was sie die Lösung koste und welche Ausgleichsabgabe auf die Eigentümer im Sanierungsgebiet zukomme. Die Stadt dürfe Wünsche haben, müsse diese aber auch bezahlen können. Die Finanzierung könne nicht nur auf der Hoffnung auf bessere Zeiten aufbauen, sagte Jäger und bezog sich damit auf eine Reaktion des Stadtdirektors.
Bernd Reese hatte ihre Frage nach einem Finanzierungskonzept nicht mit konkreten Zahlen beantwortet, sondern schwadronierte über die Belastungen durch die Wirtschaftskrise, die Folgen des harten Winters und die schlechte Ausstattung der Kommunen. Er sprach sich dafür aus, bei der Förderung zuzufassen. „Viele Jahre kam nichts in Bad Nenndorf an.“ Die Investition in den Kurpark, der schon jetzt eine hohe Qualität habe und eine Perle des Ortes sei, ließe sich nur über mehrere Jahre realisieren. Zufassen lautet auch die Devise für das beratende Mitglied Bernd Zimmermann. Sonst gingen die Zuschüsse nach Baden-Baden oder München.
Zuhörer Michael Kosian erinnerte als Befürworter an die Arbeitskreise zur Innenstadtsanierung, welche die Grundlage für das Konzept geliefert hätten. Die Politiker sollten auf die Wünsche der Bürger hören. Apotheker Jürgen Uebel sprach mit Blick auf das bereits beschlossene Konzept von „Spiegelgefechten“. „Dann sitzen wir alle umsonst hier.“
WGN-Chefin Heike Beiersdorfer zeigte sich „erschüttert“ über das „Provinzdenken und tiefe Niveau“ der Skeptiker. Die Stadt sei darauf angewiesen, mehr Touristen anzulocken. SPD und CDU sollten sich fragen, wie sie künftig die hohen Verluste der Kur- und Tourismusgesellschaft bezahlen wollen. SPD-Ratsfrau Christine Cronjäger machte sich ebenfalls für die Planung stark. Sie glaube fest daran, dass eine attraktivere Promenade mehr Menschen in die Stadt hole.
Ratsherr Erwin Biener lobte die „hervorragende Antragstellung“ und erinnerte daran, dass die Stadt über Fremdenverkehrs- und Kurbeiträge auch Geld einsammele. „Wir müssen auch was tun.“ Er sah in dem Konzept einen Beitrag, den Kurstatus langfristig zu erhalten. Dieser sein ein Qualitätsmerkmal für den Ort und wichtig für den Werterhalt der Grundstücke. Biener: „Nur ein schickes Bad Nenndorf ist fit für die Zukunft."
Der frühere CDU-Vorsitzende Manfred Hermann fühlte sich „wie vor zehn Jahren“ noch immer „wie im Kindergarten“. Er forderte bei so einer wichtigen Entscheidung für die Stadt eine klare Mehrheit im Rat – ob „dafür oder dagegen“. rwe
Kommentar: Benimmkurs für’s Duo aus Horsten
In der weitgehend sachlichen Kurpark-Debatte fiel Henning Dormann völlig aus der Rolle, von der WGN als beratendes Mitglied in den Umweltausschuss geholt. Bei der Rede des SPD-Ratsherrn Fritz Varwig, der seine ablehnende Haltung ausführlich begründete und vor allem das Verfahren berechtigter Weise in Frage stellte, hielt sich Dormann zwischendurch demonstrativ die Ohren zu. Später sprach er von „gruseliger Litanei“, lästerte über „Gestammel“, das nicht zumutbar sei. Dabei reagierte er auch auf die Kritik des SPD-Sprechers Volker Busse und dessen Parteifreundin Gudrun Olk an der vorgelegten Planung. Den Stress um die aus seiner Sicht fachlich gute Arbeit nannte Dormann „zum Kotzen", das könne er sich als beratendes Mitglied längst nicht mehr anhören.
Leider ließ ihm Vorsitzender Herbert Kruppa den unflätigen Auftritt ohne Widerspruch durchgehen. Im Bundestag dürfte es dafür einen Ordnungsruf des Präsidenten geben. Doch Dormann, der in der Sitzung des Bauausschusses zuvor als Zuhörer die politisch anders denkende Bürgermeisterin laut als „dumm“ bezeichnet hatte, ließ nicht als einziger den Respekt gegenüber anderen Ausschussmitgliedern vermissen. Bernd Zimmermann, der beratend für den Bauausschuss mit am Tisch saß, erledigte dies nur still und leise. Mit Dormann feixend formte er während Varwigs Rede aus seinen Fingern eine Pistole, hielt sich diese an den Kopf und drückte ab.
Über solche Schüleralbernheiten zweier erwachsener Männer mag man schmunzeln, doch es geht hier um Millionen und eine ernsthafte Debatte. Auch wenn sich die anderen Fraktionen an dem mitunter selbstgefälligen Gehabe des Duos aus Horsten offenbar schon gewöhnt zu haben scheinen, sollten sie sich nicht alles gefallen lassen. Und die WGN sollte ihre „Berater“, die fachlich ohne Frage die Diskussion durchaus bereichern können, aber mit ihrer unverschämten Polemik die Atmosphäre vergiften, mal zu einem Benimmkurs oder in die Wüste schicken.
Roland Weiterer
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Kommentare
Sanierungsrahmenplan Gerd Altwicker – 17.03.10
Sehr geehrter Herr Dr. Bernd Zimmermann,ich danke Ihnen für die sachliche Aufklärung. Vorbildlich und sehr informativ.
Es erscheint mir als Aussenstehender, dass die Ungereimtheiten und Streitereien bei den Verantwortlichen offensichtlich ein Kompetenzgerangel ausgelöst haben. Dies ist in der Regel die Folge davon: Dass das Problem nicht genug oder nicht richtig kommuniziert wurde. Schlussfogerung: Die Beteiligten sind offensichtlich nicht teamfähig. Somit fehlt denen, die Kompetenz sich sachlich mit den Notwendigkeiten und zukunftsorientierten Zielen einer Stadt zum positiven Vorteil der Bürger, unabhängig von ideologischen Ansichten, einzubringen.
Vielleicht hilft diese Erkenntnis ja für die Zukunft. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Sanierungsrahmenplan Dr. Bernd Zimmermann – 13.03.10
Zitat aus dem vom Rat mit Mehrheit beschlossenen Sanierungsrahmenplan der Stadt Bad Nenndorf, Rahmenplanung Konzeptplanung Grün-/Freiraumstruktur10 Kurpark
- Erhalt und Sicherung des Kurparks
- Schutz und Entwicklung von Naturbeständen und Artenvielfalt
- keine flächenmäßige Reduzierung
- Entwicklung des Kurparks nach historischem Vorbild
- Neuordnung der Bereiche. Zonierung mit Schwerpunktbildung
- Einzelmaßnahmen (abgegrenzte Flächen) unterbinden
- Ausdehnung des Elementes Wasser
- Entsiegelung der Wegeoberflächen
- signifikante Merkpunkte schaffen (z.B. Kund-/Wasserobjekte)
- Attraktivierung und Neuordnung der Kurpromenade
Besonders bemerkenswerte textliche Auszüge:
- Großflächige Entsiegelung und Neugestaltung im Kurpark (Wege und Bereich Esplanade)
Und jetzt soll bitte noch mal ein Politiker sagen, er hätte nicht gewusst, was los ist und hätte keine Gelegenheit gehabt, darüber abzustimmen.
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Sitzung vom 10.3., SN von heute Dorit Kosian – 12.03.10
Woher Herr Weiterer die Berechti-gung nimmt, zwei engagierte junge Männer in seinem zusätzlichen Artikel in der heutigen SN nach Strich und Faden abzukanzeln, wird mir ein Rätsel bleiben. Er dürfte vor seiner eigenen Tür reichlich zu kehren haben. Und in keiner anderen Tageszeitung wäre ein solch bösartiger Text abgedruckt worden.Berichtigen möchte ich ferner die Behauptung, dass Frau Olk von Herrn Dipl.-Ing. Henning Dormann als "dumm" bezeichnet wurde. Diese Bemerkung kam, wie ich genau weiß, von einem älteren Herrn im Zuhörerkreis, und es gibt sicher noch einige andere Bürger/innen, die diese Auffassung teilen, ohne Laut zu geben. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
B 65- Ausbau, Antwort zu Herrn Dr. Zimmermann Volker Busse – 12.03.10
Auch wenn falsche Äußerungen häufiger wiederholt werden, werden diese dadurch nicht richtig!Beim Ausbau der B65 gab es unterschiedliche juristische Auffassungen, ob es sich um einen Ausbau handelt (dann müsste die Stadt allein für die Kreuzung 'Drei Steine' ca. 1,1 Mio Euro zahlen) oder um einen Neubau handelt(dann müsste die Stadt für die Verlegung der Kreuzung nichts bezahlen). Im Rahmen eines einvernehmlichen Vergleichs wurden mit dem Landkreis vereinbart, dass die Stadt sich mit höchstens 500.000 Euro beteiligt. Der weitere Betrag ist für die von der Stadt selbst gewünschte Verlegung der B 65 weg von der Wohnbebauung in Richtung Erlengrund, eine freiwillige Maßnahme, die ca. 800.000 Euro kostet. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Spiegelgefecht im Kindergarten Frank Steen – 12.03.10
Die Kritik der Zuhörer ist berechtigt. Warum die Beratungen, wenn doch schon alles vorher vom VA beschlossen wurde. Geplant war jedoch, die öffentliche Sitzung noch vor der Sondersitzung des VA einzuberufen, was die Mehrheit im VA jedoch verhindert hat. Deshalb hat die WGN noch vor der Entscheidung zu einer öffentlichen Fraktionssitzung eingeladen, an der weit über 30 Bürger teilgenommen haben. Hier wurde sachlich über die Pläne diskutiert und entschieden, was dann ja auch in der Presse ausführlich dargestellt wurde.Das im maroden Kurpark mehr als 35 Jahre nach der letzten Überarbeitung etwas gemacht werden muss, war schon 2005 bei den Übernahmeverhandlungen mit den Land Niedersachsen bekannt. Damals hat sich nur die WGN gegen die vom Land aufgedrängten Bedingungen ausgesprochen. Wir wollten die Teilkommunalisierung nur, wenn uns das Land finanziell in die Lage versetzt hätte, die übernommenen Liegenschaften ausreichend zu sanieren und zu nutzen. Dies ist auch auf Grund schlechter Verhandlungen seitens der Stadt nur zu einem geringen Teil geschehen. Dass uns diese Versäumnisse einholen werden, war schon damals zu erwarten. Wenn heute die, die vor fünf Jahren diese Entscheidung getroffen haben, nach der Finanzierbarkeit fragen, ist dies unseriös vor dem Hintergrund, dass jetzt ein großer Teil der Mittel aus Förderprogrammen kommen.
Im übrigen scheiden sich die Geister inhaltlich ausschließlich an der Gestaltung der Esplanade. Diejenigen, denen Weihnachtsmarkt, Gourmetfestival und Bauernmarkt genug ist, wollen weiterhin die Hügelbeete und abgeteilten Kleinzonen, andere wollen den multifunktionalen Platz, der mehr Möglichkeiten für Veranstaltungen und Vermarktung bietet und außerdem noch den Denkmalschutz berücksichtigt. Tatsache jedoch ist, dass die zur Zeit mögliche Nutzung jedes Jahr große Zuschüsse aus dem Stadthaushalt erfordert. Zur Zeit wird die KurT jährlich noch mit über 350T€ bezuschusst, ab 2013 wird sich dieser Betrag verdoppeln und immer weiter steigen, wenn sich die KurT nicht umorientiert und nach einem Konzept sucht, die vorhandenen Resourcen optimal auszunutzen. Damit diese Suche überhaupt einen Erfolg verspricht, ist die geplante Kurparksanierung ebenso wie die Sanierung des Stadtbildes meines Erachtens absolut notwendig. Wer sich gegen Investitionen wehrt, die die Zukunft besser gestalten sollen, der muss der KurT auch die Zuschüsse streichen. Das sich damit der Status Bad für Bad Nenndorf erledigt hat, muss allen klar sein. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Kindegarten Dr. Bernd Zimmermann – 12.03.10
Herr Altwicker ich danke Ihnen aufrichtig für diesen guten Kommentar. Ich kann Ihnen voll und ganz zustimmen.Als beratendes Mitglied im BA der Stadt Bad Nenndorf und damit bestens vertraut mit diesem "Kindergarten" möchte ich aber noch kurz aufklären:
Die Bürger Bad Nenndorf haben mit entschieden. Herr Kosian als Zuhörer sagte es in der Sitzung, die Einwohner hatten die Möglichkeit in 5 Arbeitsgruppen am Sanierungsrahmenplan mitzuarbeiten. Die gesamte Bevölkerung wurde vorher aufgerufen sich zu beteiligen und die, die Interesse hatten, haben sich auch beteiligt.
In diesem Rahmenplan wurden auch die Grundsätze für die Sanierung des Kurparks festgelegt.
Zu finden auf der Webseite der Stadt Bad Nenndorf unter:
http://www.badnenndorf.de/Sanierungsgebiet-Bad-Nenndorf-Zentrum.323.0.html
Die jetzt erfolgte Vorentwurfs- und Antragsplanung wurde bereits im September öffentlich vorgestellt.
Die Planungen wurden also konform aller Sanierungsgrundsätze und mit Abstimmung
der Denkmalpflege gemacht.
Insofern hat hier wirklich demokratisch die Bevölkerung über die Zukunft ihrer Stadt entschieden.
Wenn die Politiker jetzt jaulen, sie könnten nicht mitbestimmen, wie z.b. die Bürgermeisterin Olk (SPD) in der Sitzung, dann zeigt es, dass die Jauler reine Profilneurotiker sind. Sie haben in diesem Fall nichts mehr zu melden, da der RAT, also auch die Jauler, diesem
Sanierungsrahmenplan bereits mehrheitlich zugestimmt haben.
Wir haben jetzt lediglich die Umsetzung, des vom Rat schon beschlossenen. Und auch die Bewohner haben über die Beteiligung am Sanierungsrahmenplan intensiv mitgewirkt.
Die Frage von Frau Jäger nach dem Geld ist berechtigt, aber die CDU und Frau Jäger muss ich auch den Vorwurf gefallen lassen, dass sie zusammen mit der SPD nun 1,3 Millionen Euro für einen B65 Neubau in Bad Nenndorf ausgeben, was für die Stadt gar nicht erforderlich wäre. Insofern relativiert sich die Frage nach dem Gelde, denn das Geld was für den Kurpark benötigt wurde, wird hier unnötig in einer landschaftszerschneidenden Bundestraßenneubaumaßnahme verbrannt.
Ihrer Forderung nach einer VA Auflösung und einem Eignungstest kann ich nur zustimmen. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
„Spiegelgefechte“ im „Kindergarten“ Gerd Altwicker – 12.03.10
Ich kenne die Dame zwar nicht, aber mein Respekt gilt in diesem Artikel der CDU-Ratsfrau Cornelia Jäger. Sie ist offensichtlich die einzige, die die richtigen Fragen stellt. Es ist beschämend für die Stadt, das darauf nicht vernünftig geantwortet wurde.Wenn man Fördermittel beantragt, sollte man jederzeit die Kosten und die zukünftigen Belastungen ständig im Griff haben. Wenn man darauf nicht sofort antworten kann, ist das Kind schon Tod bevor es geboren wurde. Sachzwänge hin oder her.
Es fehlte nur noch das der Schwadronierende gesagt hätte "in der Finanzierung steckt viel Phantasie". Dieses Gesindel hat man früher mit der Glaskugel im Zikuszelt gefunden und meistens waren die Leute mit dem Jäckchen auch nicht weit. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
„Spiegelgefechte“ im „Kindergarten“ Gerd Altwicker – 12.03.10
Wer A sagt, sollte auch die Kompetenz haben, A zu sagen, dann kann man auch mit ruhigem Gewissen B sagen.Sicherlich ist Bad Nenndorf auf touristische Innovation angewiesen. Meiner Meinung nach machen hier Fördermittel wirklich Sinn. Auch die denkmalgerechte Sanierung des Kurparks macht Sinn.
Was aber überhaupt keinen Sinn macht: Der Öffentlichkeit das Sanierungsprogramm erst dann vorzustellen, wenn es keine Möglichkeit mehr gibt, größere Veränderungen an diesem Programm vorzunehmen.
Ich kann selbstverständlich das Sanierungskonzept nicht beurteilen. Ich komme nicht aus Bad Nenndorf und kenne somit das Konzept nicht.
Erstaunlich ist aber, dass die Verantwortlichen sich offensichtlich nicht einig sind, wie die Fördermittel sinnvoll eingesetzt werden sollen. Die Fragen stellen sich: Bezieht sich der Streit auf parteipolitische Auseinandersetzungen oder auf das Kompetenzgerangel der Beteiligten oder auf die Wirksamkeit der Massnahme? Jedoch viel wichtiger ist: Wie sieht die Bevölkerung von Bad Nenndorf diese Massnahme?
Eine Umfrage und einem Aufruf für Vorschläge sowie anschließender positiv motivierter und zielorientierter Diskussion hätte sicherlich Wunder bewirkt.
Es ist immer wieder dasselbe: Die Bürger einer Stadt werden immer wieder vor vollendete Tatsachen gestellt. Auch hier ist leider wieder alles den Sachzwängen unterworfen worden ohne die Bürger mitzunehmen und ihnen die Möglichkeit zu geben sich einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und teizuhaben am Fortschritt ihrer eigenen Stadt. Was für eine Verantwortungslosigkeit der Verantwortlichen! Es ist unglaublich wie die Stadt mit ihren Bürgern umgeht. Hier muss wirklich bei den Verantwortlichen die spätrömische Dekadenz zugeschlagen haben.
Was passiert eigentlich, wenn die Massnahme genau so ein Schuss in den Ofen ist, wie in Stadthagen die Eisbahn? Wer ist dann verantwortlich? In Stadthagen wird soetwas sofort in den Haushalt mit eingepriesen und spielt keine Rolle mehr. Verantwortliche werden erst garnicht gesucht. Zynismus hilft hier allerdings auch nicht mehr.
Wahrscheinlich ist es am besten, wenn die Gegner des Projekts zunächst einmal über ihren eigenen Schatten springen und dem Projekt zustimmen, wenn wirklich die Gefahr besteht, dass das Geld für die Stadtsanierung auf dem Spiel steht und die Stadt dann wirklich nie wieder Fördermittel beantragen braucht?
Weiter, würde ich empfehlen den Verwaltungsausschuss zu feuern und neu zu besetzen. Hierbei müsste man darauf achten, das kompetente, sach- und zielorientierte Leute in den VA kommen. Das Auswahlverfahren sollte einem Eignungstest unterworfen werden. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
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