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Nenndorf Betrugsversuche am Telefon
Schaumburg Nenndorf Nenndorf Betrugsversuche am Telefon
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21:52 13.09.2017
Trickbetrüger treiben per Telefon ihr Unwesen. Quelle: SYMBOLFOTO (DPA)
NENNDORF/RODENBERG

Eine 69-jährige Lauenauerin wurde über den vermeintlichen Gewinn von 49500 Euro aus einem Preisausschreiben informiert. Glaubwürdig erschien ihr die Sache, weil der seriös wirkende Anrufer ihre Anschrift kannte und sie tatsächlich an Preisausschreiben teilgenommen hatte. Stutzig wurde die Frau jedoch, als ihr erklärt wurde, dass vor Erhalt des Gewinnes eine Bearbeitungsgebühr von 900 Euro fällig sei, die nicht mit dem Gewinn verrechnet werden könne. Außerdem solle sie niemandem etwas von dem Gewinn erzählen. Daraufhin erstattete sie Strafanzeige.

Erneuter Kontakt am nächsten Tag

Tags darauf wurde die Frau erneut kontaktiert. Diesmal von einem anderen Mann mit anderer Telefonnummer, der sich auf das Telefonat vom Vortag bezog und sich als Angestellter eines Sicherheitsunternehmens vorstellte. Er kündigte an, dass die Frau entscheiden könne wann und wo die Geldübergabe stattfinden solle. Dann würde ein gepanzertes Fahrzeug mit zwei Personen und einem speziell gesicherten Wertkoffer bei ihr erscheinen. Für die erbrachten Dienstleistungen solle sie Wertgutscheine für Internetkäufe in Höhe von 900 Euro erwerben und sich anschließend unter einer bestimmten Rufnummer melden. Erst dann werde der gepanzerte Wagen losgeschickt.

Polizei warnt eindringlich vor Anrufern

Petra Bergmann von der Polizei in Bad Nenndorf warnt eindringlich davor, sich auf solche Anrufer einzulassen. Die genannten Gutscheine entsprechen exakt dem Kaufwert und sind mit Aktivierungscodes versehen. In dem Moment, in dem der Anrufer den Aktivierungscode erfährt, nutzt er diesen für Internet-Einkäufe, und der Gutschein ist entwertet. Der Vorteil für den Täter ist, dass er anonym bleibt.

Die Polizei rät dazu, bei telefonischen Kontakten mit Unbekannten, in denen es um Geld geht, immer erst die örtliche Dienststelle um Rat zu fragen. Vom Enkeltrick über Gewinnversprechen bis zu falschen Polizeibeamten, die vermeintliches Falschgeld beschlagnahmen, reicht die Palette. Einen Ratgeber hat die Polizei im Internet veröffentlicht: www.polizei-beratung.de. r