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Hommage an einen Chorleiter

Waltringhausen / Jubiläumskonzert Hommage an einen Chorleiter

Zu Ehren von Dirigent Hansjürgen Lemme gibt der Gemischte Chor Waltringhausen am Sonntag, 26. Oktober, ein Jubiläumskonzert in der Wandelhalle Bad Nenndorf. Denn Lemme ist mittlerweile seit 50 Jahren Leiter des Ensembles. Das Konzert beginnt um 15.30 Uhr.

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Hansjürgen Lemme.

Quelle: pr.

Was hätte wohl Marie Riebe gesagt, wenn ihr im Herbst 1964 jemand prophezeit hätte, der Chorleiter, den sie dem Gesangverein beschert hatte, würde auch 50 Jahre später noch den Taktstock schwingen? Riebe hatte den damals 29 Jahre jungen Lehrer Lemme überredet, das Engagement beim Waltringhäuser Chor anzunehmen. Der Vorsitzende des Vereins, Walter Göbel, ist sich sicher: Wäre Riebe nicht gewesen, hätte Lemme bei den Waltringhäusern nicht angeheuert.

Seinerzeit übergab Heinrich Requardt das Dirigentenpult an Lemme. Im November 1964 leitete der „Neue“ die erste Singstunde – damals schon im Gasthaus Götze. Eines der Probenstücke war „Bald prangt, den Morgen zu verkünden“ aus der Oper „Die Zauberflöte“. Lemme erkannte das Potenzial der jungen Sänger und entschied sich, den Chor zu übernehmen. Der Pädagoge formte die Gruppe zu einem Ensemble mit ausgezeichnetem Ruf und zahlreichen außergewöhnlichen Auftritten.

Dazu gehörte ein Gastspiel im französischen Doudeville im Jahr 1988. Ebenfalls 1988 traten die Waltringhäuser im Kuppelsaal Hannover vor Repräsentanten aller europäischen Staaten auf, gemeinsam mit dem Eisenbahnerchor Haste. In Erinnerung geblieben ist allen Mitwirkenden die Volksoper „Waldmüllers Margret“, die der Chor 1990 in der Stadtschule Rodenberg sang. Die Begleitung übernahm das 30-köpfige Orchester der ungarischen Musikhochschule Miskolc.
1991 führten die Waltringhäuser in der St.-Godehardi-Kirche Bad Nenndorf die Krönungsmesse anlässlich Mozarts 200. Todestag auf. Im Jahr 2000 sang der Gemischte Chor bei der Expo im französischen Pavillon. Hinzu kamen Chorreisen nach Norwegen und Lyon. 2004 wurde Lemme beim Bundes-Chorfest des Bahnsozialwerks in Köln mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet.

Am 26. Oktober soll nun der nächste Höhepunkt folgen und keineswegs Lemmes Abschiedskonzert markieren. Denn der Chorleiter soll unbedingt weitermachen, heißt es in Sängerkreisen. Auf dem Liedzettel stehen in der Wandelhalle auch Lieder der „ersten Stunde“, wie „Bald prangt...“. Außerdem sind aus der Anfangszeit „An der schönen blauen Donau“ und das hebräische Volkslied „Hava Nagila“ geplant. Der Song „Gabrielas Lied“ aus dem Film „Wie im Himmel“ steht für den neueren Teil des Repertoires.

Karten kosten im Vorverkauf 8,80 Euro und sind in der Tourist-Information, in der Wandelhalle und in der Flora-Apotheke in Haste zu bekommen. An der Tageskasse kostet der Eintritt zehn Euro. Marie Riebe kann dieses Konzert nicht mehr miterleben. Sie verstarb im November 2013.

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