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IGS-Oberstufe als Außenstelle?

Kooperation in Nenndorf und Rodenberg IGS-Oberstufe als Außenstelle?

Die Platzierung der zweiten IGS-Oberstufe im Landkreis ist nicht nur für Rodenberg ein Thema. Auch zahlreiche Nenndorfer Schüler profitierten von einer Oberstufe in der Nachbarstadt. Aber noch eine ganz andere Variante ist möglich: Eine Oberstufe der IGS Rodenberg in Bad Nenndorf.

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NENNDORF/RODENBERG. Dies hat der Kreistagspolitiker Ralph Tegtmeier ins Spiel gebracht.
Der SPD-Abgeordnete aus Bad Nenndorf hat das frei werdende Schulgebäude an der Bahnhofstraße im Blick. Das Gymnasium zieht dort aus, sobald der Anbau an der Horster Straße fertig ist. Und dann wäre ein ganzes Schulgebäude verfügbar, für das der Landkreis auch noch keine neue Verwendung hat. Die Mensa der Grundschule würde dort ausziehen – denn die Samtgemeinde Nenndorf baut eine neue Kita, in die wiederum der Kindergarten Bahnhofstraße verlegt wird, um im Grundschulgebäude Platz zu schaffen.

Tegtmeier sieht an der Bahnhofstraße einen möglichen Standort einer Oberstufe der IGS Rodenberg. Dass dazu noch einiges an Überzeugungsarbeit nötig ist, weiß er. „Man muss sich vom Kirchturmdenken lösen“, sagt Tegtmeier. Möglicherweise ließe sich die Oberstufe in Kooperation mit dem Gymnasium betreiben. Dies würde die gesamte Region stärken und Schülern beider Samtgemeinden zugutekommen. Und es wäre für Rodenberg ein Weg, um eine große Klippe zu umschiffen, denn der Landkreis muss aufs Geld schauen. In Rodenberg selbst wäre für eine Oberstufe ein Anbau nötig. Die damit verknüpfte Investition scheut der Kreis.

Samtgemeindechef Schmidt befürwortet Kooperation

Eine Kooperation zwischen IGS und Gymnasium hält auch Nenndorfs Samtgemeindebürgermeister, Mike Schmidt, für eine sinnvolle Lösung. Denn dass eine ebenso gut ausgestattete Oberstufe wie jene des Gymnasiums auch in Rodenberg entsteht, bezweifelt Schmidt vorsichtig. Größe sei entscheidend für ein breit gefächertes Angebot. Insofern könnte eine Zusammenarbeit, bei der gemeinsame Kurse eingerichtet werden und Material gemeinsam genutzt wird, der bessere Weg sein. Den Tegt-meier-Vorschlag findet Schmidt daher interessant.

Die zuständige Dezernentin beim Landkreis, Katharina Augath, will ein solches Konstrukt nicht ausschließen, glaubt aber nicht recht an dessen Realisierung. „Das wäre sehr ungewöhnlich. Wir schaffen in Rinteln gerade die letzte Außenstelle ab“, erklärt sie. Allerdings müsse der Kreistag erst einmal entscheiden, ob überhaupt eine weitere Oberstufe nötig ist. Derzeitiger Stand sei, dass im Sommer 2018 geschaut wird, wie viele Abiturienten es an der zentralen IGS-Oberstufe Stadthagen gibt. Erst wenn Zahlen vorliegen, gehe es an die Standortwahl. Dabei seien alle IGSn im Rennen.
SPD-Kreistagsmitglied Sigmar Sandmann argumentiert ähnlich wie Augath: Das Gymnasium Bad Nenndorf werde gerade wieder zusammengeführt, da mache eine neue Außenstelle kaum Sinn. Er hält Rodenberg als Oberstufen-Standort für gut. Es gehe darum, unnötige Schülertransporte zu vermeiden und gute Unterrichtsqualität zu bieten.

Kreistagsabgeordnete Cornelia Jäger (CDU) hält eine zusätzliche IGS-Oberstufe grundsätzlich für unwahrscheinlich. Sie beruft sich auf den demografischen Wandel und die Frage nach einer dauerhaften Finanzierbarkeit. Henning Dormann (WGS) und Fabian Heine (CDU) sind gerade erst in das Gremium gewählt worden und wollen daher die Schülerzahlen abwarten.  gus

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