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Nenndorf Nachfolger gesucht
Schaumburg Nenndorf Nenndorf Nachfolger gesucht
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00:16 25.08.2016
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RODENBERG/NENNDORF

Der Anlass für Langs Ausscheiden ist für sie selbst erfreulich – sie erwartet ein Kind –, die Awo musste nach Angaben von Kreisgeschäftsführerin Heidemarie Hanauske jedoch umgehend handeln und die Sozialarbeiterin von der Aufgabe abziehen. Der Einsatz im Metier der Flüchtlingshilfe sei nichts für eine werdende Mutter.

Lang hatte bereits früh während des Flüchtlingszustroms den Job für die Awo wahrgenommen, die Flüchtlinge in den Samtgemeinden Rodenberg und Nenndorf zu betreuen, sprich: Sie in deren Wohnungen aufzusuchen und bei Behördengängen zu unterstützen. Auch in die Integrationsbemühungen, die vor allem auf ehrenamtlicher Basis stehen, war Lang eingebunden.

Als die Zahl der Asylbewerber immer stärker anwuchs, entschied die Awo, dass sich Lang auf ihren Wohnort Rodenberg beschränkt. Für Nenndorf wurde eine Beratungsstelle in der ehemaligen Kurklinik Schaumburg eingerichtet, die seit einigen Monaten eine Sammelunterkunft für Flüchtlinge ist. Sercin Sahin ist dort momentan tätig. Ein Büro würde die Awo auch gern in Rodenberg besetzen, noch gibt es dafür aber keinen Raum.

Stelle zum 1. September neu besetzt

Möglicherweise kann Langs Nachfolger beziehungsweise die Nachfolgerin irgendwann in einem solchen Raum ein Teil des Dienstes tun. Wer an ihre Stelle rückt, wollte Hanauske noch nicht preisgeben. Zum 1. September werde die Stelle wieder besetzt. Eine neue Koordinatorin der Awo für die ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit hat sich kürzlich in Rodenberg vorgestellt – diese Funktion übernimmt Diana Ludwig.

In Bad Nenndorf wurde für die beiden Großunterkünfte – Ex-Kurklinik und Ex-Pflegeheim am Harrenhorst – ein kleines Team aufgebaut, dass sich die Flüchtlingsarbeit teilt. Ein Mitglied ist Sercin Sahin, die aber auch nicht von Anfang an dabei war. Hanauske räumt ein, dass die Awo auf dem Sektor der Asylbewerberhilfe viel Fluktuation verzeichnet.

Einerseits sei der Markt für Sozialarbeiter als Resultat des Flüchtlingszustroms abgegrast. Außerdem liebäugelten viele Sozialarbeiter mit begehrten weil besser dotierten Stellen in Hannover oder anderen größeren Kommunen.gus

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