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Nazi-Aufmarsch verspätet sich

Bad Nenndorf: Blockaden erfolgreich Nazi-Aufmarsch verspätet sich

Bad Nenndorf (gus). Der Aufmarsch mehrerer Hundert Neonazis am Sonnabend, 4. August, ist erheblich von Gegendemonstranten verzögert worden. Bereits jetzt beträgt die Verspätung des so genannten "Marsches der Ehre" zum Wincklerbad zwei Stunden. Unter anderem hattenlinke Aktivisten die Gleise in Bad Nenndorf blockiert, auf denen Züge mit Neonazis eintreffen sollten.

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Nachdem ein friedlicher Gottesdienst mit Christen und Juden im Kurpark zu Ende gegangen war, wurde bekannt, dass die linke Gegendemonstration, die ein Aktivist aus Bremen für 9 Uhr angemeldet hatte, abgesagt worden war. Der für 11 Uhr angesetzte Protestzug des DGB gelangte ebenso reibungslos über die vorgegebene Route wie die Kundgebungen an und in der Bad Nenndorfer Fußgängerzone.

Zeitlich parallel dazu sammelten sich mehrere linke Demonstranten im Bereich des Bahnhofs, die eigentlich an der 9-Uhr-Gegendemonstration teilnehmen sollten. Massive Blockaden, unter anderem ketteten sich acht Demonstranten auf den Gleisen mit Fahrradschlössern aneinander, führten zu den deutlichen Verzögerungen der Naziversammlung. Mindestens sechs Züge der Deutschen Bahn sollen ausgefallen sein, zwischen circa 10.20 und circa 13.20 Uhr ruhte der Schienenverkehr zwischen Bad Nenndorf und Haste sowie zwischen Bad Nenndorf und Bantorf.

Insgesamt 450 Neonazis machten sich in drei Gruppen zu Fuß von Haste und Bantorf aus auf nach Bad Nenndorf, weil offenbar die Fahrer der Ersatzbusse sie nicht transportieren wollten. Eine Gruppe mit 100 Rechtsradikalen traf gegen 13 Uhr am Bahnhof ein, zu der Zeit sollte der Marsch zum Winckler-Bad eigentlich beginnen. Anschließend versuchte die Polizei, zwei weitere Gruppen mit Neonazis zum Bahnhof zu eskortieren. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften hatte dort Stellung bezogen, um weitere Sitzblockaden auf den Straßen rund um den Bahnhof aufzulösen sowie Rechte und Linke auf Distanz zu halten.

Die ganze Zeit langbefanden sich vier linke Aktivisten an eine Pyramide gekettet vor dem Winckler-Bad, in dessen Nähe die Bad Nenndorfer bereits Spott-Partys gegen den Nazi-Aufmarsch feiern. Die Pyramide war am Freitag dort installiert worden, die Polizei sieht es als unmöglich an, sie zu entfernen, ohne die Demonstranten zu verletzen. Wenn die Nazis am Winckler-Bad eintreffen, wird die Pyramide noch dort sein.

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