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Nicht tot zu kriegen

Südlink Nicht tot zu kriegen

Das Thema Südlink kommt nun wohl doch wieder auf die Tagesordnung der hiesigen Gremien. Denn Kommunen im Bundesland Thüringen haben Einwände gegen eine Trassenführung auf ihrem Gebiet vorgebracht.

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Symbolbild

Quelle: DPA

NENNDORF/RODENBERG.. Nun ist vorgesehen, dass die Stromleitung möglicherweise doch westlich von Hannover verlegt wird. Dies wird aber maximal die Samtgemeinde Nenndorf betreffen – Rodenberg bleibt eine neuerliche Diskussion erspart.

„Wir hatten versucht, das Ganze so weit wie möglich von uns weg zu bekommen. Die haben jetzt das Gleiche gemacht“, konstatierte Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt gegenüber dem Bad Nenndorfer Stadtrat. Aber ein erster Blick auf die nun vorliegenden Pläne hätten laut Bauamtsleiterin Annette Stang keinen allzu schlimmen Eindruck gemacht, was die Belange der Samtgemeinde Nenndorf angeht.

Dies dürfte auch damit zusammenhängen, dass mittlerweile die für die Bevölkerung deutlich verträglichere Erdkabel-Lösung für den Südlink als sicher gilt – aktuell hat Überland-Netzbetreiber Tennet vor, die Stromleitung grundsätzlich im Erdreich und nur in Ausnahmefällen als Freilandleitung zu verlegen. Die Trasse sollte nach den jüngsten, nun aber wieder angezweifelten Plänen streckenweise durch Nord- und Westthüringen verlaufen.

Thüringen habe seinen Beitrag geleistet

Gegen diese Stromtrasse gab es in Thüringen sowohl auf landespolitischer Ebene als auch in den betroffenen Regionen scharfe Kritik. Die rot-rot-grüne Landesregierung lehnte die Trasse ebenso wie die in Ostthüringen geplante Leitung Südostlink mit der Begründung ab, Thüringen habe seinen Beitrag zur Energiewende und zum Ausbau der Stromnetze schon mit der sogenannten Thüringer Strombrücke geleistet, die durch den Thüringer Wald führt.

Die ursprünglich als Freileitung geplante Gleichstromtrasse Südlink sollte laut Tennet eigentlich auch gar nicht durch Thüringen führen. Erst die Erdkabel-Bevorzugung führte dazu, Thüringer Gebiete anzupeilen.

Wegen des Protests aus Thüringen wurde nun auch wieder eine Variante mit einem Streckenteil westlich von Hannover ins Kalkül gezogen. Ronnenberg könnte betroffen sein. Demnach wird das Thema für die Samtgemeinde Rodenberg wohl aber nicht wieder aktuell. Dort hatte es bis 2016 den auf Schaumburger Boden heftigsten Widerstand gegen die Pläne des Bundes gegeben.

Doch auch in Ronnenberg rechnen Beobachter nach Informationen dieser Zeitung kaum damit, dass dort ein Kabel für den Südlink verlegt wird. Offenbar ist die Ost-Variante um Hannover herum der Favorit. Eine Entscheidung soll in den kommenden Monaten gefällt werden. gus

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