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Nenndorf Noch keine Quelle
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00:16 26.08.2016
An den Teichen in Meinsen könnte irgendwann einmal Trinkwasser gefördert werden. Quelle: gus
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MEINSEN

Der Hülseder Grünen-Ratsherr, Michael Ensslen, hatte diese Zeitung darüber informiert, dass der Wasserverband bereits seit einigen Jahren Eigentümer der Teiche sowie des Geländes drumherum ist und nun den Pachtvertrag eines Einwohners für eine dort platzierte Gewerbehalle gekündigt hat. Dies wertete Ensslen als Indiz für eine baldige Wasserförderung in Meinsen.

Verbandsgeschäftsführer Werner Volker erklärte auf Anfrage, dass die Teiche der ehemaligen Fischzucht bereits vor über zehn Jahren gekauft wurde. Und dies auch mit dem Ziel, dort irgendwann einmal Trinkwasser zu fördern. Schließlich liege das Areal in einem Wasservorranggebiet. Die Teiche sei artesisch gespeist, was bedeutet, dass dort Grundwasser in einer Senke gestaut und vom entstehenden Druck an die Oberfläche gedrückt wird.

Erst muss Bedarf nachgewiesen werden

Die Tatsache, dass es sich um ein Wasservorranggebiet handelt, genügt aber nicht, um dort von heute auf morgen mit dem Fördern beginnen zu dürfen. Die nötigen wasserrechtlichen Erlaubnisse erteile der Landkreis nicht einfach so auf Vorrat. Der Verband müsste erst einmal einen Bedarf nachweisen, und der ist Volker zufolge momentan nicht da.

Ob überhaupt und – wenn ja – wann in Meinsen Trinkwasser für den Norden und Osten Schaumburgs gefördert wird, ist derzeit völlig offen. Allerdings wäre dem ohnehin ein längeres öffentliches Prozedere vorgeschaltet.

Zunächst müsste der Verband ein hydrogeologisches Gutachten erstellen lassen. Dabei werden alle Einflüsse, die auf das Grundwasser einwirken, untersucht. Auf dessen Grundlage könnte der Landkreis als untere Wasserbehörde die Fördererlaubnis erteilen, doch das damit verbundene Verfahren würde öffentlich ausgetragen, sodass Jedermann Einsprüche machen könnte.

Naturschützer äußern Bedenken

Naturschützer wie Ensslen und der Hülseder Martin Höhle befürchten ein Absinken des Wasserspiegels an den Teichen und damit auch im Meinser Bach, sollte dort Trinkwasser gewonnen werden. Beide Gewässer dienen Höhle zufolge als wichtige Laichbiotope.

Noch sind diese also nicht akut bedroht. Dass der Pachtvertrag für die Halle aufgelöst wurde, hat Volker zufolge einen anderen Hintergrund. Die Gebäude will der Wasserverband zum Unterstellen eigener Geräte und Anhänger benutzen. Außerdem sei das Unternehmen auch bislang schon für die Grünpflege an den Teichen und an der Halle verantwortlich gewesen. „Wir können das da ja nicht einfach verlottern lassen“, betont der Geschäftsführer. Die Pflege ist aber nun mal leichter, wenn das dafür genutzte Gerät vor Ort lagert. gus

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