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Note eins für den „Neuen“

100 Tage Mike Schmidt Note eins für den „Neuen“

Für seine ersten 100 Tage im Amt hat Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt beinahe eine glatte Eins bekommen. Nahezu sämtliche Beobachter loben den neuen Verwaltungschef in höchsten Tönen.

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Das Zeugnis, das ihm die Beobachter ausgestellt haben, würde Mike Schmidt wohl ebenso freudig unterschreiben wie dieses amtliche Blatt.

Quelle: gus

Nenndorf. Die CDU-Stadtverbands-Vorsitzende Marlies Matthias hebt Schmidts schnelles Handeln in wichtigen Fragen hervor – beispielsweise bei der Bäcker-Rettung Ende Januar. Er packe die Probleme an, ohne zu zögern, und das spüre auch die Bevölkerung. „Ganz klasse“ fand Matthias, dass Schmidt am Sonntag persönlich zu dem Hausbrand in Ohndorf geeilt war.

Die internen Umstellungen im Rathaus begrüßt Matthias ebenfalls, wobei sie einschränkt, dass Schmidt dafür wegen mehrerer Pensionierungen einen günstigen Zeitpunkt erwischt habe.
Der Chef des SPD-Samtgemeindeverbandes, Udo Husmann, hält es noch für zu früh, um ein endgültiges Urteil zu formulieren. Schmidt sei aber sehr kommunikativ – auch im Umgang mit den Ratsfraktionen.

Und er habe im Rathaus neue Motivation verbreitet. Allerdings ist Husmann auch aufgefallen, dass bei den bisherigen Sitzungen viele Verwaltungsmitarbeiter dabei waren, was wiederum zu zahlreichen Überstunden führe. Irgendwann, so Husmann, müsse Schmidt auch selbst die Antworten geben. Als erste große Bewährungsprobe bezeichnet der SPD-Sprecher die Feuerwehrhaus-Debatte.

Viel Elan und neue Ideen attestiert WGN-Fraktionssprecher Frank Steen dem Verwaltungschef. Ebenso eine unbefangene und konstruktive Zusammenarbeit mit den Fraktionen. Die Umorganisation der Verwaltung lobt Steen aus zwei Gründen: Einerseits setze Schmidt dies gemeinsam mit seinen Mitarbeitern um. Der Bürgermeister habe außerdem vor, einen Stadtplaner an die Spitze des Bauamts zu stellen.

Steen erhofft sich, dass die Fraktions-Leiter Einblick in der Besetzung dieses Postens bekommen und ihre Stellungnahmen abgeben können. Heiner Wrede, Sprecher der Grünen im Samtgemeinderat, beurteilt Schmidts Arbeit bis dato als „100-prozentige Umsetzung“ dessen, was der CDU-Kandidat im Wahlkampf versprochen habe. Engagiert und kooperativ wirke der Verwaltungschef mit den Fraktionen zusammen. „Ich kann absolut nichts Negatives sagen“, so Wrede. Schmidt sei sympathisch und gehe auf die Menschen zu. Wrede hofft, dass er das von ihm angeschlagene Tempo dauerhaft durchhält.

Der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Bad Nenndorf (IGBN), Henning Jürgens, räumt ein, bislang wenig Kontakt mit Schmidt gehabt zu haben. Allerdings habe er ihn bei einer Sitzung des Aufsichtsrates der Kur- und Tourismusgesellschaft als konstruktiv empfunden. Es habe eine angenehme Atmosphäre während der Sitzung geherrscht. Zudem hat Jürgens den Eindruck, dass Schmidt als guter Vermittler zwischen Aufsichtsrat und Verwaltung fungiert. gus

„Mein übliches Tempo“

Mike Schmidt selbst ist geradezu begeistert von dem Posten, den er offiziell mit der Vereidigung am 6. November 2014 übernommen hat. „Ich bin sehr positiv angetan. Und ich komme noch immer mit einem Lächeln zur Arbeit“, betont der Verwaltungschef.

Eine Eingewöhnungszeit habe er gar nicht für sich beansprucht, sondern lieber „direkt Schwung aufgenommen“. Schließlich standen wichtige Vorhaben auf der Tagesordnung. Intern beispielsweise die Neugliederung der Verwaltung. Die Planung dazu sei mittlerweile abgeschlossen, die Umsetzung soll jetzt beginnen. Bereits heute, Donnerstag, stimmt der Samtgemeinderat über Personalien ab, die damit zusammenhängen.

Auch öffentliche Großprojekte habe er ohne Scheu in Angriff genommen, als Beispiel nennt Schmidt die Kurhausdebatte. „Das haben wir zielführender angepackt als bisher“, resümiert der Auhäger, der auch seine „Mannschaft“ lobt. Seine neuen Kollegen hätten ihm den Einstieg enorm erleichtert.

Dass er sich bei der Arbeitsbelastung übernehmen könnte, befürchtet Schmidt nicht. „Das ist mein übliches Tempo, damit fühle ich mich wohl“, betont er. Nicht umsonst habe er während seiner Zeit als Polizist noch Nebentätigkeiten ausgeübt. gus

Und das sagt der Ex-Chef

Der Bad Nenndorfer Polizei-Kommissariatsleiter, Michael Andreas Meier, findet es positiv, das Schmidt den Dialog mit den politischen Akteuren sucht. Als einstiger Chef des Samtgemeindebürgermeisters wundert sich Meier aber auch nicht darüber, dass Schmidt einen guten Job macht. Polizisten beherrschen das Vermitteln von Berufs wegen bestens, betont er. Die Zusammenarbeit der Polizei mit dem Rathaus funktioniere ebenso gut wie zuvor. gus

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