Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Nenndorf Schilder für Schlösschen und Co.
Schaumburg Nenndorf Nenndorf Schilder für Schlösschen und Co.
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:20 21.11.2015
Das Wappen auf dem Legendenschild der Esplanade ist bereits ziemlich ausgebleicht. Quelle: kle
Anzeige
Bad Nenndorf

SPD-Ratsmitglied Volker Busse hatte deshalb angeregt, die heruntergekommenen Tafeln zu ersetzen und zusätzliche anzuschaffen. Der Fremdenverkehrs- und Wirtschaftsausschuss der Stadt gab diesem Vorhaben bei seiner Sitzung am Dienstag seine Zustimmung.

Gemäß dem Vorschlag der Verwaltung sollen das Hotel Esplanade, die Kurapotheke und das Landgrafenhaus einen Ersatz für ihr Schild erhalten, ganz neu sollen das Schlösschen, das Schlammbadehaus sowie die Landgrafen-Therme beschildert werden. Der Ausschuss nahm zudem noch weitere Häuser in die Liste auf, darunter das Winckler-Bad und das Zanderhaus.

Die Verwaltung hatte zunächst gegen das Winckler-Bad argumentiert, da wegen der jährlichen Nazikundgebungen ein Legendenschild das „falsche Signal setzen“ könnte. Rosemarie Börner (WGN) und die Ausschussvorsitzende Cornelia Jäger (CDU) bezweifelten zudem die historische und touristische Bedeutung des Gebäudes, das 1930 erst gebaut worden sei, so Börner. Der Großteil der Ausschussmitglieder entschied sich jedoch für ein Schild, zumal der Textvorschlag absolut unverfänglich und somit für die Naziaufmärsche ohne Bewandtnis sei.

 Keine Tafel – anders als ursprünglich vorgeschlagen – bekommen der Aussichtsturm und die Wassermühle Horsten. Der Ausschuss schloss sich der Argumentation der Verwaltung an, dass der Turm im Deister wegen der hohen Bäume inzwischen eigentlich kein wirklicher „Aussichts“-Turm mehr sei und dass sich die Wassermühle in Horsten in einem sehr schlechten Zustand befinde.

 Die Umsetzung des Projekts ist in vollem Umfang allerdings noch nicht in Stein gemeißelt. Wo sich das betreffende Gebäude in Privatbesitz befindet, muss zunächst das Ob und auch das Wie – beispielsweise Größe, Text und Platzierung der Tafel – erst mit dem Eigentümer abgestimmt werden. Die Kosten halten sich indes sehr im Rahmen. Im Haushalt 2016 werden für die neuen Schilder 900 Euro vorgehalten. kle

Anzeige