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Spannungen nicht ungewöhnlich

Nenndorf/Rodenberg Spannungen nicht ungewöhnlich

Der neue Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde St. Maria vom Heiligen Rosenkranz, Michael Lerche, hat sich seit seinem Amtsantritt am 4. Oktober schon ein wenig an der neuen Wirkungsstätte eingelebt. Sein erster Eindruck: Nichts ist ungewöhnlich an der Gemeinde mit ihren vier Kirchorten.

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Pfarrer Michael Lerche blickt optimistisch in die Zukunft.

Quelle: gus

Nenndorf/Rodenberg. Lerche hat die Nachfolge des in St. Maria glücklos gebliebenen Peter Gerloff angetreten. Nahezu täglich trifft Lerche bei Veranstaltungen mit Gemeindemitgliedern zusammen, einen ersten Überblick hat er sich so bereits verschafft. Und ihm erscheint die Kirchengemeinde nicht anders als andere im Bistum. „Es gibt viele ehrenamtliche Helfer und viele Besucher. Ich bin sehr positiv eingestellt“, betont der neue Pfarrer, der aus Bilshausen bei Göttingen nach Nenndorf gewechselt ist.

Die Situation mit mehreren Filialkirchen sei ebenfalls nicht unnormal. „Das gibt es ja im gesamten Bistum“, so Lerche. Und dass hier und da mal Spannungen auftreten, sei ebenfalls nicht ungewöhnlich. Schließlich wurden die Kirchenfusionen meist „von oben“ diktiert.

Es sei eine schwierige Aufgabe, den Gemeindemitgliedern zu vermitteln, dass auf diesem Wege zukunftsfähige Gebilde geschaffen werden mussten. Dieser Prozess befinde sich noch in vollem Gang. Und er werde sich in diesen Prozess auch einschalten. Derzeit läuft auch noch die Gemeindeberatung, die das Bistum moderiert. „Wir suchen nach einem Leitbild, das die vier Kirchorte zusammenführt“, so Lerche.

Veränderungen an den Abläufen plant der Pfarrer vorerst nicht. „Das würde ich in den ersten Monaten gar nicht schaffen“, betont der Geistliche, der seit 21 Jahren in priesterlichem Dienst steht. Er sei derzeit sogar noch mit Umzugsarbeiten beschäftigt.

Lerche möchte verstärkt den Kontakt zu Eltern von Kommunionskindern und Taufkindern suchen, um zu erfahren, was sich diese von der Kirche erwarten. Die jetzige Elterngeneration verspüre keine so enge Bindung zur Kirche wie die vorangegangenen Generationen. Die Gespräche sollen auch dazu dienen, bei skeptischen Menschen Neugier auf das Gemeindeleben in St. Maria zu wecken.

Einen Pluspunkt hat Lerche bereits ausgemacht: Der Platz zwischen Pfarrhaus und Kirche wird von Passanten häufig als Abkürzung genutzt. Manche verweilen bei Sonne sogar auf den dortigen Bänken. Der Platz sei einladend, und so wolle sich die Gemeinde auch präsentieren. Dazu passt es, dass die Kirche täglich von morgens bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet ist. Jedermann sei willkommen, auch Kurgäste. Um diesen verlässliche Zeiten zu gewähren, soll auch an der Anfangszeit der Heiligen Messe (10 Uhr) an den Sonn- und Feiertagen in Bad Nenndorf nicht gerüttelt werden.

Baulich wird sich bald aber etwas am Pfarrhaus ändern: Dort soll eine Rampe installiert werden, um das Gebäude ebenerdig erreichbar zu machen. gus

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