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Nenndorf Stillstand nur im Krieg
Schaumburg Nenndorf Nenndorf Stillstand nur im Krieg
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00:16 24.03.2017
Die Mitglieder des Arbeitskreises montieren die Plakette. Quelle: pr
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RIEHE

Am 15. Mai 1933 hatte Wilhelm Planert die Bäckerei gegründet. Er versorgte nicht nur Riehe mit Backwaren, sondern belieferte auch die umliegenden Orte. Im Jahre 1936 legte er die Meisterprüfung ab, zwei Jahre später wurde ein neues Wohnhaus mit Laden gebaut. Am 1. Juni 1939 heiratete Wilhelm Planert seine Braut Sophie Buhr aus Ohndorf.

In den Kriegsjahren ruhte der Betrieb der Bäckerei. Im Dezember des gleichen Jahres wurde er in die Wehrmacht eingezogen. 1949 kehrte der Bäckermeister aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück. Er war zur Zwangsarbeit in einem Steinkohlenbergwerk in Usbekistan eingesetzt worden. 1947 pachtete Herbert Lamprecht die Bäckerei.

Hoffnung auf weitere Jahre besteht

Im März 1949 übernahm Sophie Planert mit dem Bäckergesellen Gerhard Deckert den Betrieb. Aus der Kriegsgefangenschaft zurück, wurde Wilhelm Planert wieder Chef in der Backstube.

Nach Gerhard Deckert waren Gerd Heine, Otto und Rainer Görtler sowie Detlef Lippmann als Lehrlinge und Gesellen in der Bäckerei tätig. 1961 wurde der aufwendig mit Holz befeuerte Backofen gegen einen modernen, indirekt mit Öl beheizten Backofen ausgetauscht. Die Töchter Erika, Margret und Gudrun lernten im elterlichen Geschäft den Beruf der Verkäuferin. Der Sohn des Gründers, der ebenfalls Wilhelm Planert hieß, wurde vom Vater zum Bäcker ausgebildet und heiratete am 28. Februar 1974 Heike Watermann aus Apelern. Im Dezember 1976 bestand er die Meisterprüfung.

Am 1. Januar 1977 übernahm Wilhelm Planert junior die Bäckerei. Da das Sortiment der Backwaren immer umfangreicher wurde, musste 1984 die Verkaufsfläche des Ladens vergrößert werden. Inzwischen ist Sohn Marc schon im Betrieb integriert. Er erwarb im Jahre 2004 den Ausbilderschein – früher Meisterbrief – für das Bäckerhandwerk. Am 15. März 1997 starb Wilhelm Planert senior. Da auch Marc Planert eigene Kinder hat, besteht die Hoffnung, dass der Betrieb auch in vierter Generation in der Familie bleibt.gus, r

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