Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 2 ° wolkig

Navigation:
Verdächtiger auf der Flucht

Mutmaßlicher Betrüger gesucht Verdächtiger auf der Flucht

Mit Haftbefehl wird ein mutmaßlicher Betrüger, ein Mann mit 23 Vorstrafen, gesucht, der früher in Rodenberg eine Baufirma hatte. Möglicherweise hat sich der 50-Jährige ins Ausland abgesetzt. Diese Vermutung liegt nahe, weil der Haftbefehl in Deutschland seit Monaten nicht vollstreckt werden kann.

Voriger Artikel
Nicht tot zu kriegen
Nächster Artikel
Betrugsversuche am Telefon
Quelle: SYMBOLFOTO (DPA)

NENNDORF/RODENBERG. Von dem Rodenberger fehlt offenbar jede Spur. Er meldet sich weder bei Verteidiger Lars Hinners noch bei seiner Bewährungshelferin.  „Über kurz oder lang werden wir ihn kriegen“, glaubt Kai Oliver Stumpe, Richter am Amtsgericht Stadthagen, wo sich der Gesuchte jetzt wegen gewerbsmäßigen Betruges in 15 Fällen verantworten sollte. Die Anklagebank blieb jedoch leer. Dies war bereits der zweite Anlauf, den das Schöffengericht genommen hat. Weil der Flüchtige unter Bewährung steht, könnte ihm im Fall eines Schuldspruchs eine Haftstrafe drohen. Vielleicht zieht er es deshalb vor, das Weite zu suchen.

Hohe Vorauszahlungen kassiert, keine Leistung erbracht

Spezialisiert war das Unternehmen des 50-Jährigen auf Umbauten für private Hauseigentümer. In mehreren Fällen soll er hohe Vorauszahlungen für den Ankauf von Material kassiert haben, ohne die versprochene Leistung zu erbringen. Außerdem hat der Firmenchef nach Erkenntnissen von Staatsanwältin Karin Dubben wiederholt Material bei Firmen in Bad Nenndorf und Stadthagen bestellt und auch erhalten, ohne die Rechnung zu bezahlen.

Von einer Frau aus Wunstorf soll der mutmaßliche Betrüger vorab 15.000 Euro kassiert haben. Die Frau wollte eine Fußbodenheizung einbauen und zwei Bäder sanieren lassen. Laut Anklageschrift war das Geld für Material bestimmt. Darüber hinaus soll der Rodenberger vom selben Opfer weitere 3400 Euro für Estrich- und Putzarbeiten verlangt haben, die den Angaben zufolge jedoch nie ausgeführt worden sind. 

8200 Euro für eine neue Heizung

In einem anderen Fall soll der 50-Jährige einer Frau aus Minden, die ihr Haus modernisieren lassen wollte, 8200 Euro für eine neue Heizung abgeknöpft haben. Als das Material angeliefert wurde, musste die Hauseigentümerin bei dem Heizungsunternehmen noch einmal bezahlen. Zu den Opfern gehört nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft auch ein Ehepaar aus Bad Nenndorf, das der Rodenberger um 3150 Euro geprellt haben soll. Angeblich war das Geld bei der anstehenden Renovierung des Hauses für drei neue Türen bestimmt, die jedoch nie geliefert wurden.

Die erste der mutmaßlich 15 Taten datiert aus dem Jahr 2013. Ein Unternehmen aus Bad Nenndorf soll damals auf der Rechnung für eine Einbauküche sitzen geblieben sein. Der Schaden: rund 4100 Euro.

Ware gekauft ohne zu bezahlen

Achtmal soll der Rodenberger zudem bei einer Firma aus Stadthagen Waren gekauft haben, ohne zu bezahlen. Höchster Einzelschaden: 1306 Euro. In drei Fällen schließlich soll der mutmaßliche Betrüger eine Nenndorfer Firma beim Bestellen von Material um insgesamt mehr als 4000 Euro geprellt haben.

Da kommt einiges zusammen. Während einfacher Betrug auch mit Geldstrafen geahndet werden kann, liegt die Untergrenze für gewerbsmäßigen Betrug bei sechs Monaten Freiheitsstrafe pro Tat. ly

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Eine gute Tradition findet regelmäßig ihre Fortsetzung – die „Aktion Weihnachtshilfe“. In der Vorweihnachtszeit rufen die Schaumburger Nachrichten unter dem Motto „Schaumburger helfen Schaumburgern“ jedes Jahr zu Spenden für bedürftige Menschen im Landkreis auf. mehr

Schaumburg