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Vererbte Hunde im Tierheim entsorgt

Nenndorf/Rodenberg Vererbte Hunde im Tierheim entsorgt

Erbt jemand einen Schrank, der ihm nicht gefällt, lässt sich das Möbelstück einfach als Sperrmüll entsorgen. Handelt es sich bei dem „Erbstück“ um ein Lebewesen, sollten die neuen Besitzer mehr Verantwortung zeigen, findet Jutta Schneider, Vorsitzende des Tierschutzvereins Rodenberg/Bad Nenndorf. Das ist leider nicht immer der Fall.

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Nenndorf/Rodenberg. „Es gibt eine steigende Tendenz, dass Tiere zu uns kommen, bei denen der Halter schwer erkrankt oder verstorben ist“, berichtet Schneider. Oft landen Hunde, Katzen und Co. dann im Tierheim, weil die Nachkommenschaft der Verstorbenen kein Interesse oder keine Möglichkeit hat, sich um die Tiere zu kümmern.
Das will Schneider den Betreffenden gar nicht zum Vorwurf machen. „Ich habe volles Verständnis, dass jemand, der ganztägig arbeitet oder in einer kleinen Wohnung lebt, nicht plötzlich einen Hund oder eine Katze aufnehmen kann.“ Trotzdem sollten sich diese Menschen der Verantwortung bewusst sein, die sie gegenüber ihrem lebendigen Erbe haben. Denn vielfach seien die Tiere von Verstorbenen ebenfalls schon älter, manchmal auch krank. Dadurch seien sie nicht nur schwer zu vermitteln, auch die medizinische Versorgung ist aufwendiger. Die älteren Tiere irgendwann bei ihrem „letzten Gang“ zu begleiten, verbleibt auf diese Weise ebenfalls oft bei den Tierschützern. „Das geht uns jedes Mal sehr nahe“, sagt Schneider.
„Trotzdem liefern manche Erben die Tiere einfach bei uns ab“, ohne jedes Interesse für deren weiteres Schicksal – und ohne einen Cent als Spende dazulassen. Für den Verein, der fast ausschließlich aus Ehrenamtlichen besteht und sich nur aus Spenden finanziert, ist das ein immenses Problem – und ein großes Ärgernis, wenn Menschen nicht aus Geldnot, sondern schlicht aus Desinteresse so handeln, wie sie handeln. „Wir wollen ja helfen, aber wir brauchen auch Unterstützung“, sagt Schneider.
Einer der Neuzugänge im Tierheim, der nach dem Tod seines Halters von dessen Erben im Tierheim abgeliefert wurde, ist „Aaron“, ein zehnjähriger Rottweiler. Der ebenso kraft- wie liebevolle Rüde zeigt sich aufgeweckt und absolut verschmust. Ein Zuhause mit einem eingezäunten Grundstück, wo er ein bisschen herumtollen kann, sei ideal, sagt Schneider. Weitere Infos unter tierschutz-rodenberg.de. kle

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