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Verkehrt erklärt

Nenndorfer CDU-Kandidat verschickt irritierende Post Verkehrt erklärt

Ein peinlicher Fehler ist dem CDU-Samtgemeinderatskandidaten Jacques du Preez unterlaufen: Auf einem Informationsblatt für alle Erstwähler in seiner Heimatgemeinde Hohnhorst erklärt der 23-Jährige die Stimmabgabe bei der Kommunalwahl, allerdings hat er sich im Modus geirrt und beschreibt das Prozedere bei Landtags- und Bundestagswahlen.

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Hohnhorst/Nenndorf. Der Ratsherr hat sich für den Fauxpas entschuldigt und will helfen, den Schaden zu beheben.

Anstatt den am 11. September gültigen Wahlmodus zu erläutern, legt du Preez ausführlich dar, dass die Wähler eine Erststimme für einen Direktkandidaten und eine Zweitstimme für eine Parteiliste beziehungsweise eine Wählergemeinschaft abgeben können. Das ist jedoch nicht korrekt. Bei der Kommunalwahl können die Wähler bis zu drei Stimmen beliebig verteilen, also entweder ein bis drei Kreuze bei einem Kandidaten machen oder die maximal drei Voten auf mehrere Bewerber verteilen.

Dass du Preez dies eigentlich auch weiß, liegt nahe, schließlich ist er vor fünf Jahren selbst in den Samtgemeinderat gewählt worden. Jetzt tritt er zum zweiten Mal an. Darüber hinaus studiert er nach eigenen Angaben Politik. Und er ist Vorsitzender der hiesigen Jungen Union. Umso mehr wurmt ihn sein Fehler.

„Ich hatte nicht beabsichtigt, für Irritationen zu sorgen, das tut mir sehr leid“, betonte der Hohnhorster im Gespräch mit dieser Zeitung. Er habe einen Entwurf der CDU übernommen und an die Erstwähler geschickt, um die Wahlbeteiligung zu erhöhen. Allerdings handelte es sich um eine Vorlage für Landtags- und Bundestagswahlen. Zwar ist auf dem Blatt schon von Gemeinde- und Samtgemeinderat die Rede, die Modi wurden aber trotzdem verwechselt.

„Dies wurde versehentlich von mir als nicht für die Wahlleitung zuständige Person verwechselt und sowohl von mir als auch meinen zahlreichen, eigentlich fachkundigen Korrekturlesern leider übersehen, was mir sehr peinlich ist“, so du Preez in einer offiziellen Stellungnahme. Auf seiner Homepage hat er den Fehler bereits eingestanden – unter dem Titel „Wie die Wahl wirklich funktioniert“.

Wahlleiter Mike Schmidt hat die Angelegenheit prüfen lassen. Schließlich droht die Anfechtbarkeit des Wahlergebnisses, sollten beispielsweise auffällig viele Stimmzettel mit nur zwei Kreuzchen auftauchen. Doch nach Rücksprache mit dem Landkreis geht der Verwaltungschef davon aus, dass die Samtgemeinde lediglich alle Adressaten erneut anschreibt und das korrekte Prozedere für den Urnengang erläutert.

Dazu hat du Preez bereits die entsprechende Adressliste übermittelt. Die Kosten für die Korrektur-Post stellt die Samtgemeinde dem jungen CDU-Politiker in Rechnung, wie Schmidt betont.

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