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Verspätung für Bahn und Nazizug

Bad Nenndorf / Aufmarsch der Rechten Verspätung für Bahn und Nazizug

Haste/Bantorf (gus). Die Blockaden linker und linksextremer Demonstranten waren nicht nur für den Naziaufmarsch folgenreich. Auch der Bahnverkehr auf der Strecke Hannover-Barsinghausen-Haste wurde erheblich in Mitleidenschaft gezogen.

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Die im Vorfeld vom linken Lager angekündigten Blockaden des Zugverkehrs sind am Sonnabend in die Tat umgesetzt worden. Mit einem Mittel, gegen das die Polizei machtlos war: Acht Demonstranten, die mit der S-Bahn angereist waren, setzten sich direkt nach ihrer Ankunft auf den Bahnsteig und lehnten sich gegen die S-Bahn. Außerdem ketteten sie sich mit Bügelschlössern für Fahrräder aneinander.

Weitere linke Demonstranten stellten und setzten sich ebenso auf den Bahnsteig. Die Polizei wertete die Situation als Versammlung. Mehrfaches Bitten, diese Versammlung zu beenden, stieß zumindest bei den acht Angeketteten auf taube Ohren, sodass sie mit einer Fräse von den Schlössern befreit und vom Bahnsteig entfernt werden mussten.

So lange durfte die S-Bahn ihre Fahrt nicht fortsetzen, weil dazu ein Sicherheitsabstand zu den Menschen auf dem Gleis eingehalten werden musste, wie Polizeipressesprecherin Gabriela Mielke erklärte. Laut Deutscher Bahn kam der Zugverkehr daher von 10.30 bis 15.30 zwischen Haste und Bantorf zum Erliegen. Mit einer Ausnahme: Gegen 13.20 Uhr verließ der gestoppte Zug den Bahnhof Bad Nenndorf in Richtung Haste – nachdem die Demonstranten entfernt worden waren.

Allerdings bestätigte Bahnsprecherin Sabine Brunkhorst, dass im Anschluss an die Blockade auf dem Bahnsteig weitere Demonstranten versuchten, auf die Gleise zu gelangen. Daher sei entschieden worden, die Strecke nicht wieder freizugeben. Erst nachdem die linke Demonstration aus dem Bereich Bornstraße abgezogen war, gaben die Behörden die Strecke wieder frei.

Von da an rollten die Züge zwar, doch es gab laut Brunkhorst einige Verspätungen. Von einem Chaos könne aber keine Rede gewesen sein. Während der Sperrung hatte die Bahn einen Busverkehr als Ersatz eingerichtet. Die Nazis durften diese Fahrzeuge nicht betreten, weil die Polizei dies untersagte.

Weitere Sitzblockaden der Linken gab es im Bereich der Bornstraße. Die Polizei musste auch diese Auflösen, um den Weg für die Nazis freizumachen.

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