Bereits im Foyer der Firma merkten die Besucher, dass der Betrieb sein Handwerk in Kälte- und Klimatechnik versteht. Denn von der Sommerhitze war in den angenehm temperierten Räumen nichts zu spüren. Die ganze Bandbreite des Projektentwicklers und Anlagenbauers erfuhren die Politiker im Vortrag von Geschäftsführer Eckhard Anderten.
Im Gewerbe, in Industrie und im Sportbereich hat sich die Firma Anderten im Laufe ihrer fast 50-jährigen Firmengeschichte Standbeine geschaffen. Vom „Snow Dome“ in Bispingen über das Unternehmen „Wesergold“ bis zu Gaststätten gehören große und kleine Unternehmen zu den Kunden. Am Deister sind die Kälteexperten spätestens seit dem Bau der Eishalle in Lauenau ein Begriff. Die Firma ist auch international gefragt. Trotzdem wunderte sich der Geschäftsführer über den Besuch der ehemaligen Bundesbildungsministerin. „Ich freue mich aber darüber“, sagte Anderten.
Bulmahn, die Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses des Bundestages ist, wollte vor allem wissen, welche Unterstützung sich der Betrieb von der Politik in Berlin erwartet und wollte Anregungen mit in die Hauptstadt nehmen. Doch in Messenkamp läuft offensichtlich alles rund. Die Politiker erfuhren, dass „Anderten Kälte + Klima“ innovativ auf die modernen Anforderungen reagiert, besonders bei den Erfordernissen im Umwelt- und Klimaschutz. „Das ist ein Zeichen dafür, dass das Unternehmen Herausforderungen einer völligen Umgestaltung bewältigt“, sagte Bulmahn zu den Wegen, die Anderten im Hinblick auf den Klimaschutz geht.
Der Kälteanlagenbaumeister sieht die Zukunft im effektiven Einsatz natürlicher Kältemittel und in der Wärmerückgewinnung. In der Konzeption der Anlagen des Unternehmens spiele besonders die Energieeinsparung eine wichtige Rolle. „Da ist von Vorteil, dass wir die Kälteanlagen selbst gestalten können. Wir können sie so projektieren, dass der geringste Energieverbrauch dabei herauskommt“, begründete Anderten.
Die komplexen Anlagen setzten auch entsprechend qualifizierte Mitarbeiter voraus, erklärt der Inhaber den hohen Anteil von Auszubildenden. Dass der Betrieb sechs Azubis beschäftigt beeindruckte Bulmahn und Edathy. „Wir müssen so viel ausbilden, weil wir auf dem Markt keine Kräfte bekommen“, so Anderten. Rund 2500 Handwerksbetriebe seien deutschlandweit in der Branche tätig. Unter den dort beschäftigten 15 000 Fachkräften gebe es etwa 1000 Auszubildende.
Auf die Frage nach den Auswirkungen der Wirtschaftskrise gab Anderten Entwarnung. „Wir haben davon noch nicht direkt etwas gemerkt.“ Das liege an der langen Bauzeit der Anlagen, den Folgeaufträgen und den Kapazitäten. Er mache sich insofern keine Sorgen. „Unsere Devise ist, eine gute Leistung abzugeben“, umschrieb er sein Erfolgsrezept. bab
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