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Rodenberg

Bouleplatzdebatte kommt wieder ins Rollen

Die Rodenberger Politiker wollen ihre Entscheidung zum Spielplatz am Steinriesen noch einmal überdenken. Peter Friedrichkeit (SPD) hat in der Ratssitzung außerdem einen neuen Vorstoß zum Bau eines Bouleplatzes am Rodenberger Schloss gemacht.
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Rodenberg. Die „Gegenbewegung“ zu der Entscheidung, die Tore auf dem Spielplatz am Steinriesen abzubauen, hat die SPD veranlasst, das Thema erneut zu beraten. Wie Fraktionssprecher Hans-Dieter Brand bei der Ratssitzung vorschlug, solle die Politik den Bürgern dort entgegenkommen. Der Rat solle sich die Situation vor Ort noch einmal anschauen und mit den Anliegern gemeinsam eine Lösung finden.
WGR-Vorsitzender Ralf Sassmann äußerte sich bei der Aussprache zum Haushalt auch zum Spielplatz an der Windmühlenstraße. Er bedauere, dass die WGR sich mit ihren Forderungen, ihn auszubauen, nicht habe durchsetzen können. „Ich finde das persönlich schade“, kommentierte der Sprecher der Wählergemeinschaft. Er sei sich aber sicher, dass die Stadt aber nachholen werde, den Platz wieder auszustatten.
Ein abgehakt geglaubtes Thema brachte Peter Friedrichkeit (SPD) wieder ins Rollen, der angab auch im Namen des FDP-Ratsherren Ignaz Stegmiller zu sprechen. Er frage sich, warum es nicht möglich sei, im Schlosspark einen Bouleplatz anzulegen. Bereits 2006 hatten Rodenberger Boulespieler eine öffentliche Bahn gefordert, weil die Bahn am Schützenlub nur den Mitgliedern zugänglich ist. Das wurde aus unterschiedlichen Gründen mehrheitlich abgelehnt (SN berichteten).
Friedrichkeit versteht die Haltung nicht und will in die Sache wieder „Bewegung reinbringen“. In schillernden Farben erinnerte er an frühere Zeiten, als der Platz sehr gut frequentiert war und sogar Osterfeuer dort brannten. „Dieser Platz hat gelebt“, entsann sich der Ratsherr. Und genau dazu könne heute ein Bouleplatz beitragen. Deshalb wolle er das Thema wieder auf die Tagesordnung des Fachausschusses setzen lassen.
Die Boulesportler, die seinerzeit einen entsprechenden Antrag gestellt hatten, den Boulesportverein (BSV) gründeten und sich auch um einen solchen Platz kümmern wollten, sind zum Spielen allerdings schon längst in andere Orte abgewandert. Und der Verein existiert quasi nur noch auf dem Papier. Wer für die Anlage zuständig sein sollte, sagte Friedrichkeit nicht. bab


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