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2,3 Millionen Euro für die Kinder

Schuldenberg der Samtgemeinde wächst 2,3 Millionen Euro für die Kinder

Der Rat der Samtgemeinde Nenndorf hat den Haushaltsplan 2015 beschlossen. Der Etat umfasst ein Volumen von 14,8 Millionen Euro an Einnahmen und Ausgaben. Investiert werden knapp 4,7 Millionen Euro.

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Quelle: Symbolfoto

Samtgemeinde Nenndorf. Dass der Etat ausgeglichen ist, bezeichnete Kämmerer Frank Behrens als gute Nachricht. Schließlich hatte es im Dezember noch geheißen, dass 200000 Euro auf der Einnahmeseite fehlten. Dies sei aber in den Beratungen der Fachausschüsse geändert worden, weil einige Ausgaben gestrichen wurden.

Die Samtgemeindeumlage muss nicht erhöht werden, sie beträgt weiterhin 3,6 Millionen Euro. 2,5 Millionen Euro kassiert die Samtgemeinde an Abwassergebühren, etwa die Hälfte dieses Betrags nimmt sie aus den Frischwassergebühren ein.

Der Bereich Kinderbetreuung ist enorm umfangreich. 577000 Euro fließen vom Land als Zuschuss für die Kitas, die Elternbeträge machen Einnahmen in Höhe von 516000 Euro aus – alle Erträge zusammen umfassen gut 1,2 Millionen Euro. Die Aufwendungen für die Kinderbetreuung belaufen sich aber auf rund 3,5 Millionen Euro, sodass ein Zuschussbedarf der Samtgemeinde in Höhe von etwa 2,3 Millionen Euro verbleibt.

An Schlüsselzuweisungen erwartet die Samtgemeinde fast vier Millionen Euro – rund 130000 Euro mehr als in 2014. Die Personalaufwendungen umfassen mittlerweile fast sechs Millionen Euro. Die Kreisumlage liegt bei 2,2 Millionen Euro. Unterm Strich erwirtschaftet die Samtgemeinde 860000 Euro Überschuss. Damit kann die Kommune die Tilgung ihrer Kredite bezahlen und hat noch knapp 240000 Euro übrig für Investitionen. Eine runde halbe Million Euro ist noch übrig aus dem Haushaltsjahr 2014, sodass sich eine Kreditaufnahme von gut 3,9 Millionen Euro ergibt.

1,5 Millionen Euro von den Investitionen sind fürs Feuerwehrhaus Bad Nenndorf bestimmt, 1,02 Millionen Euro sollen ins Abwassernetz investiert werden. Weitere 320000 Euro sind für die Grundschule Bad Nenndorf vorgesehen, mehr als 700000 Euro für die Grundschule Haste. 500000 Euro stehen für die Drehleiter im Etat.

Die Schuldenlast steigt auf mehr als 14 Millionen Euro. Inklusive der fest eingeplanten Vorhaben steigt der Darlehensumfang in den nächsten Jahren auf mehr als 16 Millionen Euro, so Behrens. Vorbehaltlich der wirtschaftlichen Entwicklung und bei Einhaltung des Sparkurses sieht Behrens keineswegs schwarz, der 2015er-Etat sei positiv zu beurteilen.

Udo Husmann (SPD) bescheinigte dem Haushalt eine sozialdemokratische Handschrift, und er vereinnahmte einen Großteil des Sparerfolgs für die Fachausschüsse. Künftig erwartet Husmann mehr Vorschläge aus der Verwaltung. Werner Bövers (CDU) mahnte angesichts des hohen Schuldenbergs weitere Sparbemühungen an. Die Inklusion belaste die Kommunen, vom Land sei aber noch kein finanzielles Entgegenkommen signalisiert worden.

Husmann und Uwe Engelking (WGN) sprachen erneut die Möglichkeit einer Budgetierung aller Fachbereiche an, um die Haushaltsdisziplin zu wahren. gus

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