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Samtgemeinde Nenndorf 200 000 Euro eingespart
Schaumburg Nenndorf Samtgemeinde Nenndorf 200 000 Euro eingespart
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00:21 19.01.2015
Quelle: Symbolfoto
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Samtgemeinde Nenndorf. Vor allem wegen geringerer Zuweisungen vom Land und einem höheren Zuschuss der Samtgemeinde an den evangelischen Kindergarten war im ersten Haushaltsentwurf ein Defizit von rund 200 000 Euro entstanden. Mithilfe einiger Kürzungen und Einsparungen konnte die Verwaltung bei der Sitzung dennoch einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen.

Neben vielen „kleineren“ Beträgen im vierstelligen Bereich, die der Samtgemeindekasse zugute kommen sollen – darunter höhere Kindergartengebühren, mehr Fördermittel vom Land für den Bereich Inklusion und zu reduzierende Heizkosten –, haben sich im Zuge der Haushaltsdebatten in den Ausschüssen auch einige größere Veränderungen ergeben.

Im Bereich Brandschutz wird die Samtgemeinde 2015 voraussichtlich 41 000 Euro weniger ausgeben. Das heißt: Die Sanierung der Außentreppe bei der Feuerwehr Riepen und die Erneuerung abgängiger Tore bei den Feuerwehren Haste, Horsten und Helsinghausen müssen wohl warten.

Im Bereich Friedhofswesen wird das Einebenen von Gräbern erst einmal verschoben. Kostenpunkt: 15 000 Euro. Auch die Grundschulen Haste und Bad Nenndorf müssen auf ein paar Sanierungsarbeiten verzichten. Ein großer Brocken wird ebenfalls im weiteren Sinne im Bereich eingespart: Von den geplanten 690 000 Euro für die Umgestaltung des Schulhofes der Berlin-Schule wurden auf Anregung des Schulausschusses 360 000 getilgt.

Während der Finanzausschusssitzung ergab sich außerdem noch eine weitere erhebliche Änderung. Auf Vorschlag von Ausschussmitglied Wilfried Wlotzka (SPD) wurde die Sanierung des Schmutz- und Regenwasserkanals am Forstweg in Haste noch einmal zurückgestellt. Angesetzt waren im Haushalt 2015 310 000 Euro. Die Maßnahme soll auf 2016 verschoben werden. Der Ausschuss nahm den Antrag dankend an.

Überhaupt hatten die Ratsleute an dem vorgelegten Zahlenwerk kaum etwas auszusetzen und schlossen sich Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidts Aussage an: „Ich denke, das ist ein gutes Zahlenwerk, mit dem auch die Mitgliedsgemeinden gut leben können.“ Deren Bürgermeister hätten in Anbetracht des anfänglichen Defizits bereits eine erneute Erhöhung der Samtgemeindeumlage befürchtet.

Trotzdem mahnten viele Ratsleute an, die Zukunft im Blick zu halten. Denn auch der Haushalt 2016 müsse irgendwie bestehen. kle

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