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Baugebiet fällt im Umweltausschuss durch

Nenndorf Baugebiet fällt im Umweltausschuss durch

Mit empfindlicher Nase hat der Planungs- und Umweltausschuss der Samtgemeinde Nenndorf über das geplante Baugebiet Hinteres Hohefeld diskutiert. Die nötigen Änderungen am Flächennutzungsplan lehnte das Gremium unter anderem wegen Bedenken zur Geruchsbelästigung mit einem Patt ab.

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Quelle: Archivfoto

Nenndorf. Ingenieur Matthias Reinold erläuterte dem Samtgemeinde-Gremium noch einmal sämtliche Details. Der geplante Kindergarten neben dem Baugebiet ermögliche es der Stadt beispielsweise, in der Planung auf einen Wall als Abgrenzung an der Stelle zu verzichten, wo die Ausgleichsmaßnahme samt Regenbecken entstehen soll. Dies habe laut Reinold Charme, „weil der Wall die Aufwertung des Baches enorm eingeschränkt hat“. Ohne die Erhebung können zwei zusätzliche Teiche in einer geplanten Bachbiegung entstehen.

Die Geruchsimmissionen von Biogas- und Kläranlage sind Reinold zufolge nur im äußersten Zipfel des Baugebiets zu beachten, doch dort soll lediglich die Ausgleichsfläche entstehen. Es werde ein theoretischer Grenzwert überschritten, der besagt: Dort sind maximal an zehn Prozent der Jahresstunden während sechs Minuten Geruchsbelästigungen wahrnehmbar.

Erwin Biener (WGN) sprach die mögliche Erweiterung der Kläranlage an, die entweder ausfallen müsste oder aber Auseinandersetzungen mit künftigen Grundstückseigentümern bewirken würde. Reinold sagte, die Erweiterung sei nicht räumlich zu verstehen, sondern soll mit technischen Neuerungen erreicht werden. Zudem komme eine Erweiterung erst ab 20000 Einwohnern infrage, was einen Zuwachs von 3000 bedeuten würde, ergänzte Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt. In 2014 habe die Samtgemeinde um 227 Einwohner zugelegt, was aber ein Spitzenwert im Vergleich zu anderen Jahren gewesen sei.

Bernd Zimmermann (WGN) blieb dabei: Die Kläranlage wäre nicht mehr erweiterbar, wenn das Hintere Hohefeld bebaut ist. Und ob die technischen Möglichkeiten in den nächsten Jahren so viel besser werden, dass die Anlage weiterhin ausreicht, zweifelte er vorsichtig an. Zimmermann forderte wie schon im Stadt-Bauausschuss zusätzliche Unterlagen und Kennzahlen aus dem Geruchsgutachten des Unternehmens Barth&Bitter, was Verwaltung und Planer zusagten.

Cord Lattwesen (CDU) befürchtete ebenfalls Ungemach. Bei allen Gutachten können Kommunen nie sicher sein, dass später nicht doch Gegen-Expertisen und Klageverfahren drohen. „An der Nase der Leute kann man es nicht messen“, so Lattwesen. Schmidt räumte ein, dass es durchaus Unwägbarkeiten gibt, doch diese Dinge seien im Bebauungsplanverfahren zu regeln, nicht bei der Diskussion um den Flächennutzungsplan.

Christian Reese (CDU) kritisierte, dass nicht auch ein Lärmschutzwall an der Seite in Richtung Biogasanlage eingeplant wird. Auch er misstraute den amtlichen Grenzwerten des Geruchsgutachtens. Arno Sommerfeld (beratendes Mitglied) erklärte, dass vieles über den Wind berechnet wird. Auch Reinold vertraute auf die Belastbarkeit des Geruchsgutachtens. gus

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