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Beratungsstelle für Familien soll kommen

Ratsbeschluss Beratungsstelle für Familien soll kommen

Die Samtgemeinde Nenndorf soll eine Familienberatungs- und Förderstelle bekommen, die auch mit Leader-Geldern finanziert wird. Dazu hatte zunächst der Jugendausschuss der Kommune grünes Licht erteilt, woraufhin der Samtgemeinderat nun den Beschluss fasste. Kritik an dem Vorhaben blieb aber nicht aus.

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Für die Anschubfinanzierung wurden für 2018 76.000 Euro im Haushaltsplanentwurf vermerkt. 55 Prozent dieser Kosten erhält die Kommune als Zuschuss aus dem Leader-Programm.

Quelle: Symbolfoto, dpa

Samtgemeinde Nenndorf. Zur Anschubfinanzierung steht für das Jahr 2018 eine Summe von 76.000 Euro im Haushaltsplanentwurf, wobei die Kommune 55 Prozent der Kosten als Zuschuss aus dem Leader-Programm erhält. Anschließend muss die Samtgemeinde die Sache dann allein finanzieren. In dem Familien- und Bildungsbüro – so der Arbeitstitel – soll eine zusätzliche Angestellte des Rathauses mit 34 Wochenstunden arbeiten.

André Lutz, Leiter des Amtes für Bildung und Soziales, bezeichnete eine solche zentrale Förderstelle als gutes Hilfsinstrument, da die jetzigen Kräfte im Rathaus bei vielen Familienfragen zeitlich und auch fachlich überfordert seien. Dies beschrieb Lutz mit Beispielen zu Menschen mit Migrationshintergrund aber auch zu Kindern, die in der Schule nicht zurechtkommen. Ferner soll eine neue Software für die Vergabe von Kita-Plätzen in dem Büro angesiedelt werden. Dabei handelt es sich um das Little-Bird-Programm, bei dem Eltern direkt auf freie Kita-Plätze zugreifen können.

Sigmar Sandmann (SPD) kritisierte, dass noch kein detailliertes Konzept für die Aufgaben der Beratungsstelle vorliegt. Henning Dormann (WGN) bezweifelte die Notwendigkeit dieser Stelle, da die betreffenden Angelegenheiten bisher auch bewältigt werden mussten. Ähnlich äußerte sich Imke Hennemann-Kreikenbohm (Grüne).

Kritik aus dem Jugendausschuss

Lutz entgegnete, dass bislang zahlreiche Fragesteller vertröstet und an andere Stellen verwiesen wurden. Im Grundsatz war auch Sandmann für die Einrichtung der Beratungsstelle. Schließlich werde dass Kita-Angebot in Nenndorf stetig umfangreicher und komplexer. Dem pflichtete Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt bei. Auch Werner Bövers (CDU) hielt die Sache für „okay“.
Bemängelt wurde aus dem Jugendausschuss außerdem, dass sich die Verwaltung um Leader-Geld bemüht hatte, ehe die Politik überhaupt um Zustimmung für das Projekt gebeten worden war. Schmidt begründete dieses Vorgehen mit knapper Zeit. Der Ausschuss stimmte einmütig für die Schaffung der Beratungsstelle.

Dormann regte an, nach Ablauf des ersten Jahres zu prüfen, ob der Bedarf das Stundenkontingent rechtfertigt. Eine ausdrückliche Befristung hielt Lutz für unmöglich, da dies beim Leader-Antrag entsprechend hätte formuliert werden müssen.

Uwe Engelking (WGN) enthielt sich, weil er unsicher war, ob es sich um eine Aufgabe der Samtgemeinde handelt, die diese auch finanzieren kann. Ingo Knieper (SPD), Hennemann-Kreikenbohm und Bövers waren zumindest für eine Evaluation des Bedarfs am Ende des Jahres 2018.

gus

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