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DRK-Tafel unter Druck

Neuer Standort nötig DRK-Tafel unter Druck

Die Tafel in Bad Nenndorf ist so gut besucht wie nie zuvor. 516 Personen haben das Angebot Ende des vergangenen Jahres genutzt. Das sind 189 mehr als noch im selben Zeitraum 2015. Unter anderem wegen mangelnder Barrierfreiheit und der schwierigen Warenanlieferung wird ein neuer Standort gesucht.

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Symbolbild

Quelle: Archiv

Nenndorf/Rodenberg. Allerdings sind die Organisatoren vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) nicht nur wegen dieser eklatanten Zunahme auf der Suche nach neuen Räumen.

173 Jungen und Mädchen im Alter von einem bis 18 Jahren sind unter den 516 Nutzern zu finden. Und in dieser Zahl sind keineswegs Karteileichen vorhanden. „Es wird nur gezählt, wer in den vergangenen drei Monaten regelmäßig zur Tafel kommt“, erklärt Heidi Niemeyer, Tafel-Koordinatorin beim DRK-Kreisverband Schaumburg. Die Menschen, die die Tafel der Bürgerhilfe Lauenau besuchen, sind in dieser Statistik nicht erfasst.

Auffällig viele alleinerziehende Mütter

Die Gründe für die Zunahme sind vielfältig. „Flüchtlinge sind natürlich ein Thema“, so Niemeyer. Allerdings spiele auch die zunehmende Altersarmut eine Rolle. „Außerdem gibt es auffällig viele alleinerziehende Mütter mit Kindern. Heutzutage trennt man sich ja schneller“, weiß die Tafel-Koordinatorin, die in der Kurstadt vor einem großen Problem steht.

„Der Standort ist sehr schwierig“, so Niemeyer. Gerade Ältere haben eine hohe Schamgrenze. „Und an so einer prominenten Stelle an einer Hauptstraße wird man schnell gesehen“, sagt Niemeyer. Auch Thomas Hoffmann ist sich des Problems gewusst. „Ich schätze, dass bestimmt 100 Leute mehr kommen würden, wenn wir woanders Lebensmittel ausgeben würden“, so der Kreisgeschäftsführer des DRK.

"Warenanlieferung ist eine Katastrophe"

Doch damit nicht genug. Auch die fehlende Barrierefreiheit macht den Organisatoren zu schaffen. Die Ausgabestelle befindet sich unter dem Ratskeller und ist nur über eine Treppe zu erreichen. „Die Warenanlieferung ist ebenfalls eine Katastrophe“, so Niemeyer. Entsprechend sei sie schon seit einiger Zeit auf der Suche nach einer neuen Unterkunft. „Allerdings wird in Bad Nenndorf gerade viel gemacht“, so Hoffmann, der Platz sei begrenzt. Der Kreisgeschäftsführer weiß um die bisherige Unterstützung in Form von Zuschüssen und der kostenlosen Verfügbarkeit der aktuellen Räume. „Es ist nicht originäre Aufgabe der Verwaltung, der Tafel eine neue Unterkunft zu suchen. Ich hoffe aber, dass wir im Verlauf der Stadtentwicklung nicht untergehen“, so Hoffmann.

„Wenn wir welche hätten, hätten wir dem DRK schon Räume gegeben“, sagt Stadtdirektor Mike Schmidt. Unterkünfte, die gesponsort werden oder mit wenig Geld zur Verfügung gestellt werden können, „haben wir gerade einfach nicht“, so der Verwaltungschef weiter. Es gebe zwar verschiedene Perspektiven, beispielsweise hinsichtlich des Umzugs der Feuerwehr, „aber wir können im Moment keine Versprechungen machen“.

Bedürftige mit einem entsprechenden Nachweis können das Angebot der Tafel am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag an der Rodenberger Allee 13 jeweils von 11 bis 13 Uhr nutzen.
  js

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