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Samtgemeinde Nenndorf Das ist der neue Behinderten- und Seniorenbeirat
Schaumburg Nenndorf Samtgemeinde Nenndorf Das ist der neue Behinderten- und Seniorenbeirat
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16:44 08.11.2018
Das ist der neue Beirat: Jürgen Herdt (von links), Siegfried Kreft, Elke Mayer, Jürgen Anderson, Rosemarie Schirmer, Volker Riehs, Marie-Luise Oltrogge und Nachrücker Klaus-Dieter Knoblauch wurden für die kommenden drei Jahre gewählt. Quelle: lht
Samtgemeinde Nenndorf

Die Stimmzettel für die Wahl des Behinderten- und Seniorenbeirats der Samtgemeinde sind eigentlich schon im Druck, da beendet Volker Riehs das Ringen mit sich selbst.

Ein Jahr lang hat der Nenndorfer die Geschicke des Gremiums als dessen Vorsitzender erfolgreich geführt. Eigentlich wollte er nicht erneut kandidieren – bis der Wahltag in letzter Sekunde eine unverhoffte Wendung nimmt.

Überraschender Schlusspunkt

Kurze Zeit später steht fest: Riehs erhält die drittmeisten Stimmen und gehört auch dem neuen Beirat an. Es ist der überraschende Schlusspunkt einer Abstimmung, bei der es nicht von Anfang an nach guten Nachrichten aussieht. Denn obwohl mehr als ausreichend Delegierte zur Wahl im Vereinsheim erschienen sind, zögern viele der Anwesenden, ob sie sich zur Wahl aufstellen sollen.

Dass sich am Ende doch zehn Besucher dazu entschließen, für einen der sieben Plätze im Behinderten- und Seniorenbeirat zu kandidieren, kann ohne Frage als Erfolg gewertet werden. Zuletzt musste das Gremium, das Personen über 60 Jahren und körperlich Beeinträchtigte gegenüber der Samtgemeinde vertreten und die Verwaltung beraten soll, seiner Arbeit aufgrund mehrerer Ausfälle mit lediglich vier Kräften nachkommen. Nun gibt es wegen Stimmgleichheit acht Mitglieder plus zwei Nachrücker.

"Die Verwaltung tut mir jetzt schon leid"

Entsprechend zeigte sich Riehs, der nach Elke Mayer vom Sozialverband und dem Nenndorfer Jürgen Anderson die meisten Stimmen der 18 Delegierten von Vereinen und anderen Institutionen bekam, überaus zufrieden mit dem Ergebnis. „So viel Fachkompetenz gab es im Senioren- und Behindertenbeirat noch nie“, sagte der Vorsitzende des letzten Gremiums. Und schob wenig später humorig nach: „Die Verwaltung tut mir jetzt schon leid.“

Bis der neu gewählte Beirat seine Arbeit aufnimmt und einen neuen Vorsitzenden bestimmt, wird es übrigens noch etwas dauern.

Einen ersten Auftrag hatte Riehs für seine alten und neuen Mitstreiter trotzdem schon mitgebracht: Am 2. November hat die Gruppe den Bundestagsabgeordneten Maik Beermann (CDU) um 16 Uhr ins Rathaus eingeladen, um über das Thema Pflegenotstand zu sprechen. In den Augen von Riehs eine gute Möglichkeit, erstmals in neuer Formation zusammenzukommen.

von Lennart Hecht