Samtgemeinde Nenndorf (par). „Die Kosten laufen uns weg“, merkte CDU-Sprecher Werner Bövers an, der gleichzeitig wissen wollte, wie viel Geld noch investiert werden muss, um die Sanierung abzuschließen. Auch die weiteren im Ausschuss tätigen Fraktionen wünschen sich Gewissheit darüber, mit was für einem Kostenvolumen noch zu rechnen ist.
„Es ist nicht so, dass noch einmal dieselbe Summe auf uns zukommt. Die Kanalsanierung ist vorangeschritten. Was fehlt, sind noch die Schächte“, erklärte Olaf Scharrer, der innerhalb der Samtgemeinde für die Bereiche Kanalbau, Entwässerung und Kläranlagen zuständig ist. Auf Nachfrage stellte er zudem klar, dass nicht alle Schächte eine Vollsanierung bräuchten.
Wünschenswert wäre seiner Auffassung nach eine Kamerabefahrung, um zu überprüfen, welchen Schächten man sich dringend widmen müsse. Das Gesamtinvestitionsvolumen von 700 000 Euro könnte dabei „leicht überschritten“ werden, sagte er auf Nachfrage.
Der Ausschuss stimmte einer Mittelfreigabe bis zu 20 000 Euro zu, damit sich das zuständige Ingenieurbüro einen Überblick per Kamera verschaffen kann.
Unverständnis herrschte bei allen Ausschussmitgliedern indes darüber, dass die Kanalschächte am Gewerbegebiet bereits saniert worden sind. Diese hätten aufgrund ihres noch niedrigen Alters keine Priorität genießen dürfen, waren sich die Politiker einig. Auf Nachfrage betonte er, dass diese trotz ihres Alters „in keinem guten Zustand“ gewesen seien.
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