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Eltern werden stärker zu Kasse gebeten

Betreuung wird teurer Eltern werden stärker zu Kasse gebeten

Die Elternbeiträge für Kinderbetreuungsplätze in der Samtgemeinde Nenndorf sollen kräftig angehoben werden. Ziel der Verwaltung ist es, dass die Zahlungen der Eltern 20 Prozent der Gesamtkosten in diesem Bereich decken.

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Quelle: Symbolfoto (dpa)

Samtgemeinde Nenndorf. Damit befassen sich am morgigen Donnerstag der Jugend- und der Schulausschuss in öffentlicher Sitzung. So war es einmal gedacht gewesen: Land, Eltern und Kommunen teilen sich die Kosten gleichmäßig für die Kitas. Doch dieses Modell stammt aus einer Zeit, in der Krippe, Ganztag und Hort noch Exoten waren und war somit vor allem auf den Regelkindergartenplatz gemünzt, der eine Unterbringung von 8 bis 13 Uhr vorsieht.

Die Kosten gerade für die Krippe sind aber erheblich höher als jene für einen Regelkindergartenplatz. Auch aus anderen Gründen – beispielsweise Tariferhöhungen fürs Personal – sind Betreuungsangebote teurer geworden. In der Samtgemeinde Nenndorf hat dies den Effekt, dass die Elternbeiträge nur noch 14,7 Prozent der Betreuungskosten ausmachen. Vom Land fließen auch nur noch 25 Prozent, sodass die ohnehin hoch verschuldete Samtgemeinde 60 Prozent aus Steuergeld bezahlt.

Gesamtkosten wachsen auf vier Millionen

Mit der Inbetriebnahme der zwei neuen Kitas in Bad Nenndorf wachsen die Gesamtkosten auf vier Millionen Euro pro Jahr an, wie Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt erläutert. Auch deshalb soll wieder eine Elternbeitragsquote von zumindest 20 Prozent Abdeckung erreicht werden – so hatten es Bückeburg und Stadthagen jüngst vorexerziert.

Kommt die Erhöhung auf jene 20 Prozent, würde die Samtgemeinde jährlich um gut fünf Prozent oder 170000 Euro entlastet. Allerdings bedeutet dies keine Anhebung nach dem Gießkannenprinzip. Schmidt zufolge erfolgt der Schritt sozial verträglich, weil der Regelplatz nur um zehn Euro monatlich teurer wird – 130 statt 140 Euro. Vormittagskrippenplätze bleiben unverändert bei 190 Euro. Allerdings steigen die Gebühren für die anderen Bereiche recht deutlich.

Doch Schmidt betont: Solche Plätze beanspruchen im Allgemeinen Doppelverdiener, die Anhebungen von 40 bis 60 Euro pro Monat verkraften können. Trifft es Alleinerziehende, könnten diese auf Zuschüsse des Landkreises zurückgreifen, so Schmidt.

Ein Hortplatz kostet künftig 30 Euro mehr

Die siebenstündige Krippenbetreuung verteuert sich laut der Vorlage zur Sitzung um 45 auf 290 Euro. Sieben Stunden im Kindergarten sollen Eltern künftig 210 statt 170 Euro kosten. Die achteinhalbstündige Krippenbetreuung soll um 60 auf 350 Euro angehoben werden. Diese Zeitspanne im Kindergarten bedeutet künftig eine Gebühr von 250 statt der bislang erhobenen 210 Euro. Ein Hortplatz (195 Euro) kostet künftig 30 Euro mehr. „Man muss jetzt politisch diskutieren, ob man das so macht“, sagt Schmidt.

Die Sitzung im Raum Hofrat Schröter beginnt um 19 Uhr. gus

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