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Froh über Druckerei, alarmiert wegen Rechtsruck

Grünkohl bei der SPD Froh über Druckerei, alarmiert wegen Rechtsruck

  Das Thema Rechtsruck hat das Grünkohlessen der Nenndorfer SPD am Freitagabend geprägt. Aber auch der geplante Druckereibau bei Bad Nenndorf war zentrales Gesprächsthema der 70 Besucher im Landgasthaus Fischer.

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 Organisatorin Katrin Hösl eröffnet das Buffet.

Quelle: gus

Riehe. Den wachsenden Rechtspopulismus bezeichnete Samtgemeindeverbandsvorsitzender Udo Husmann als latente Gefahr, sowohl im Inland als auch im Ausland. Der Flüchtlingszustrom sei trotz sinkender Zahlen nach wie vor ein wichtiges Thema, wobei sich Husmann ein besseres Miteinander wünschte. Die Arbeit auf Ebene von Bund und Ländern sei nicht immer ausreichend koordiniert. Positiv bewertete der SPD-Chef die Pläne, eine große Druckerei an der Gehrenbreite bei Bad Nenndorf zu bauen (siehe Bericht). Auch im Bereich Schule und Kinderbetreuung sieht Husmann die Samtgemeinde auf einem guten Weg.

Der Landtagsabgeordnete Karsten Becker schlug einen Populismus-Bogen von der US-Wahl bis zum Einzug der AfD in den Schaumburger Kreistag. Eine gewisse Stimmenzahl bei rechten Parteien könne die demokratische Gesellschaft zwar aushalten. Aber: „Lasst wir es nicht mehr werden“, sagte Becker.

Die Emotionalisierung von Debatten und der Rückzug in die Mikrokosmen der sozialen Netzwerke, wo Menschen nur die eigene Meinung widergespiegelt bekämen, seien zwei Teile der Problemstellung. Der Gegenentwurf dazu seien Veranstaltungen wie das Grünkohlessen der SPD. Daher regte Becker alle Anwesenden zu angeregten und gern auch kontroversen Diskussionen an den Tischen an.

Die SPD-Bundestagskandidatin des Wahlkreises Nienburg-Schaumburg, Marja-Liisa Völlers, erzählte ein persönliches Erlebnis jüngerer Vergangenheit. Sie sei beim Zappen auf einen Fernsehkanal gestoßen, in dem Reichsbürger ungestört für eigene Zwecke werben durften. Umso wichtiger sei es für alle Demokraten, ein weltoffenes Gesicht zu zeigen. Die Abgrenzung gegen Rechts bezeichnete Völlers als einen zentralen Aspekt der künftigen politischen Arbeit.

Das Schwerpunktthema von Landrat Jörg Farr war der geplante Bau des Druckzentrums an der Gehrenbreite. „Wir nutzen unsere Standortvorteile aus“, sagte Farr. Dabei spielten Autobahn und Bundesbahn eine wichtige Rolle. Seit 2005 sei die Arbeitslosigkeit im Kreis Schaumburg nicht ohne Grund von 14 auf sechs Prozent gesunken.

In der jüngsten Bürgermeisterrunde des Landkreises war nach seinen Angaben die Fortentwicklung der Gewerbegebiete ein zentraler Aspekt gewesen. Denn die positive Tendenz der vergangenen Jahre solle anhalten. Auszubildende und Fachkräfte könnten innerhalb der Flüchtlinge gefunden werden. Dabei gelte es, vorhandene Netzwerke zu nutzen, so Farr. gus

 

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Der Zeitpunkt für die Veröffentlichung der Investitionspläne an der Gehrenbreite war laut Stadtdirektor Mike Schmidt nicht zufällig gewählt. Die Einladungen für die politischen Beratungen zu dem Thema seien nun verschickt worden. Der Rat muss dem Verkauf der Fläche an Sedai Druck noch zustimmen.

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