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„Ganztag“ geht in die Verlängerung

Modell zur zeitlichen Angleichung an Hort „Ganztag“ geht in die Verlängerung

Die Verwaltung der Samtgemeinde Nenndorf hat jetzt das angekündigte Modell für die Annäherung von Hort und Ganztagsschule vorgelegt. Demnach soll eine Anschlussbetreuung an den Grundschulen Bad Nenndorf und Haste die Dauer beider Betreuungsformen angleichen.

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Samtgemeinde Nenndorf. Bad Nenndorf:  An der Berlin-Schule beginnt der Tag um 7.30 Uhr, Unterrichtsende ist um 12.30 Uhr. Je nach Vorliebe können die Eltern ihren Nachwuchs anschließend entweder in den 60 Plätze umfassenden Hort oder in die Ganztagsschule schicken. Der Hort dauert montags bis freitags bis 16.30 Uhr, die Ganztagsschule bis 14.45 Uhr. Doch eine Anschlussbetreuung steht nach dem neuen Modell montags bis donnerstags ebenfalls bis 16.30 Uhr zur Verfügung. Freitags ist ab 12.30 Uhr Anschlussbetreuung bis 16.30 Uhr.

Haste:   Der Haster Grundschulbetrieb beginnt um 7.45 Uhr und dauert bis 12.45 Uhr. Die Hortbetreuung ist montags bis freitags von 12.45 bis 17 Uhr angesetzt. Es gibt 20 Plätze. Die Ganztagsschule dauert von 12.45 bis 15 Uhr. Künftig soll es auch in Haste eine Anschlussbetreuung geben, die montags bis donnerstags von 15 bis 17 Uhr dauert. Freitags ist wie in Bad Nenndorf bereits nach Unterrichtsende am Mittag Anschlussbetreuung vorgesehen. Diese dauert aber nur bis 16 Uhr. Damit gestaltet die Samtgemeinde die Betreuungsdauer an beiden Standorten identisch, da in Haste montags bis donnerstags eine Viertelstunde mehr geleistet wird.

 Für beide Standorte gilt:  Die Unterschiede zwischen Hort und Ganztag mit Anschlussbetreuung sind unter anderem inhaltlicher Art, denn es gibt zwar für die Ganztagsschule auch ein Konzept mit Hausaufgabenerledigung und Mittagessen. Doch was in der Anschlussbetreuung passiert, ist noch offen. Der Amtsleiter Bildung und Soziales, André Lutz, betont aber, dass kein Zwei-Klassen-Modell angestrebt wird und mittelfristig auch eine inhaltliche Annäherung das Ziel ist.

 Räumlich werden beiden Betreuungsformen feste Bereiche zugeteilt, auch festes Personal ist vorgesehen. Der Hort beinhaltet eine Ferienbetreuung und kostet derzeit 165 Euro monatlich, wobei diese Gebühr steigen soll (wir berichteten). Die Ganztagsschule ist kostenlos, die Gebührenhöhe für die Anschlussbetreuung soll zwischen 70 und 100 Euro liegen. Ferienbetreuung wäre separat buchbar. Dafür bietet die Samtgemeinde seit einigen Jahren Plätze im Jugendzentrum an. Doch dies soll künftig in die Ganztagsschule eingebunden werden.

Kosten: Was die zusätzliche Anschlussbetreuung die Kommune kostet, ist noch nicht ermittelt worden. Doch sicher ist, dass die Elternbeiträge, egal ob 70 oder 100 Euro, nicht den gesamten Aufwand abdecken können. Vor allem Personalkosten werden zusätzlich anfallen.

Freiwilligkeit: Alle vier Angebote – Hort, Ganztagsschule, Anschlussbetreuung und Ferienbetreuung – sind nicht gesetzlich vorgeschrieben. Aber Politik und Verwaltung sehen es quasi als indirekte Verpflichtung an, so etwas vorzuhalten, da die Samtgemeinde gern vom Zuzug junger Familien profitiert. Bereits seit Jahren ist dies ein Wachstumsmotor der Kommune. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss daher unterstützt werden, meint Lutz. Wie geht es weiter

  •  Das vorliegende Modell sei zunächst eine Diskussionsgrundlage, über das die Politik noch beraten muss. Auch die inhaltliche Ausgestaltung der Anschlussbetreuung ist noch festzulegen. Doch die Verwaltung interessiert sich auch für die Beurteilung der Eltern. In der Vergangenheit hatte es bereits öffentliche Diskussionsrunden zum Thema gegeben. gus
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